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Neueinführungen
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Quartett im April

Zum 1. April kamen gleich vier neue Wirkstoffe in den Handel. Ihr Einsatzgebiet ist breit gefächert. Ein Neuling kommt bei vasomotorischen Symptomen, einer bei Atemwegserkrankungen, einer bei Nagelpilz und einer bei Hautkrebs zum Einsatz.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 10.04.2026  08:00 Uhr

Neue Option bei Nagelpilz

Zur Behandlung von Nagelpilz gibt es mit Efinaconazol (Jublia® 89 mg/ml Lösung zur Anwendung auf der Haut, Almirall) eine neue topische Therapieoption.

Efinaconazol gehört in die Klasse der Azol-Antimykotika – hat damit also einen bereits bekannten Wirkmechanismus. Efinaconazol hemmt die Lanosterol-14α-Demethylase von Pilzen, die an der Biosynthese von Ergosterol, einem Bestandteil der Pilzzellmembranen, beteiligt ist, was zu sekundären degenerativen Veränderungen in den Pilzen führt.

Zugelassen ist das verschreibungspflichtige Präparat zur topischen Behandlung von leichter bis mittelschwerer Onychomykose der Zehennägel (ohne Beteiligung der Matrix) durch Dermatophyten bei Patienten ab einem Alter von sechs Jahren. Bei Befall von mehr als drei Nägeln, bei Befall von mehr als zwei Dritteln der Nagelplatte oder Befall der Nagelmatrix sowie bei Vorliegen prädisponierender Faktoren wie Immunstörungen sollte der Arzt eine zusätzliche systemische Therapie erwägen.

Jublia wird über 48 Wochen täglich mithilfe des im Verschluss integrierten Durchflusspinsels auf die betroffenen Nägel aufgetragen, bis der Nagel gesund nachgewachsen ist. Vor der Anwendung müssen die betroffenen Stellen gründlich gereinigt und abgetrocknet werden. Nach dem Duschen, Baden oder Waschen darf die Lösung erst nach einer Wartezeit von mindestens zehn Minuten aufgetragen werden.

Nach dem Auftragen muss Jublia vollständig getrocknet sein, bevor die behandelte Stelle mit Bettwäsche, Socken oder anderer Kleidung in Berührung kommt. Es wird empfohlen, das Mittel vor dem Schlafengehen aufzutragen. Ein Anfeilen der Nägel oder der Einsatz von Lösungsmitteln vor der Anwendung ist übrigens nicht notwendig. Eine gründliche Reinigung der Nägel mit Wasser ist ausreichend. Der Kontakt mit den Augen und Schleimhäuten ist zu vermeiden. Bei versehentlichem Kontakt mit den Augen sind diese gründlich unter fließendem Wasser auszuspülen. Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen sind Dermatitis an der Applikationsstelle sowie Bläschen an der Applikationsstelle.

Da die systemische Exposition gegenüber Efinaconazol bei der empfohlenen Anwendung gering ist, sind keine Auswirkungen während der Schwangerschaft zu erwarten. Dennoch sollte die Anwendung von Jublia bei Schwangeren nur in Betracht gezogen werden, wenn dies unbedingt notwendig ist. Ähnlich lauten die Empfehlungen in der Stillzeit: Die Anwendung von Jublia bei Stillenden sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn dies unbedingt notwendig ist.

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