Rhabarber sollte in Glas- oder Edelstahlgeschirr aufbewahrt werden. / © Getty Images/Lena_Zajchikova
Kochgeschirr aus Aluminium hat Vorteile: Es ist leicht, preiswert, leitet Wärme schnell weiter und reagiert sofort, wenn man die Hitze von Herd oder Campingkocher verändert. Doch wer Rhabarber zubereiten will, sollte auf aluminiumhaltiges Geschirr besser verzichten, rät die Verbraucherzentrale Bayern.
Grund ist die im Rhabarber enthaltene Säure. »Sie kann das Aluminium aus dem Kochgeschirr lösen«, sagt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. Nehme man Aluminium auf Dauer in zu großen Mengen zu sich, könne es sich unter Umständen im Körper anreichern und möglicherweise das Nervensystem, die Fruchtbarkeit oder die Knochenentwicklung schädigen, so die Verbraucherzentrale.
Ernährungsexpertin Holthausen rät, bei der Zubereitung von Rhabarber besser auf Aluminiumgeschirr zu verzichten. Auch wer Rhabarberkuchen oder -kompott abdecken möchte, verwendet besser Frischhaltefolie anstelle von Aluminiumfolie. Katharina Holthausen empfiehlt stattdessen Glas- oder Edelstahlgeschirr zu verwenden, das sei sicher und zudem geschmacksneutral.
Der Tipp gilt für alle säurehaltigen Lebensmittel oder Produkte, denen man Säure wie Zitrone oder Essig hinzusetzt.
Rhabarber zählt zusammen mit Mangold und Spinat zu den Spitzenreitern im Gehalt an Oxalsäure. Diese hemmt die Aufnahme von Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Calcium aus der Nahrung. »Doch durch Schälen und Kochen der Stangen lässt sich der Oxalsäuregehalt deutlich reduzieren«, erklärt Holthausen. Das Kochwasser sollte anschließend verworfen und nicht weiter verwendet werden, weil sich ein Großteil der Oxalsäure darin sammele.
Empfehlenswert sei es auch, Rhabarber mit calciumreichen Lebensmitteln zu kombinieren – etwa mit Milch, Joghurt, Quark oder calciumangereicherten Pflanzendrinks. »Calcium bindet die Oxalsäure im Darm, sodass weniger davon im Körper aufgenommen wird«, sagt Katharina Holthausen.
Da Oxalsäure die Bildung von Nierensteinen begünstigen kann, sollten Patienten mit Nierenerkrankungen oder der Neigung zu Harnsteinen oxalsäurereiche Lebensmittel vorsorglich meiden.