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Oft viral bedingt
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Rhinosinusitis meistens unkompliziert

Die Nase ist verstopft oder läuft, das Gesicht schmerzt, und es ist ein deutlicher Druck in den Nebenhöhlen zu spüren. Eine akute Rhinosinusitis ist unangenehm, verläuft aber in den allermeisten Fällen komplikationslos. Im Rahmen der Selbstbehandlung lassen sich die Beschwerden lindern und die Ausheilung beschleunigen.
Datum 09.01.2024  08:00 Uhr

Besser atmen

Sind die Nase verstopft und die Nasenatmung erschwert bis unmöglich, dienen abschwellende Nasensprays oder -tropfen (Dekongestiva) als Mittel der Wahl. Als Wirkstoff enthalten sie ein Beta-Sympathomimetikum wie Xylometazolin oder Oxymetazolin. Die Wirkung hält fünf bis acht Stunden an. Wichtig für Kunden ist in diesem Zusammenhang immer die Information, das Präparat nicht länger als eine Woche zu verwenden.

Eine Empfehlung zur Anwendung von Glucocorticoid-haltigen Nasensprays findet sich im neu aktualisierten Positionspapier EPOS (European Position Paper on Rhinosinusitis and Nasal Polyps) nicht mehr. Ein geringer positiver Effekt konnte nur für die post-virale Rhinosinusitis gezeigt werden. Dennoch sollte die Anwendung auch hier nur erfolgen, wenn eine Symptomlinderung äußerst notwendig ist. Ebenfalls nicht empfohlen wird von den Autoren die Einnahme von Vitamin C, homöopathischen Präparaten, Echinacea oder Probiotika sowie Antihistaminika und systemischen Glucocorticoiden. 

Pflanzliche Schleimlösung

Eine klare Empfehlung gibt es im EPOS-Positionspapier für den Einsatz pflanzlicher Arzneimittel. Diese findet sich ebenfalls in der derzeit in Überarbeitung befindlichen AWMF-Leitlinie »Rhinosinusitis«. Kombinationspräparate aus Schlüsselblume, Enzian, Ampfer, Holunder und Eisenkraut (wie in Sinupret®) wirken sekretolytisch und lassen Nasenbeschwerden wie eine laufende Nase und »Postnasal Drip« sowie Kopf- und Gesichtsschmerzen schneller abklingen. Cineol und Andrographis paniculata lindern die Intensität der Symptome.

Auch Zink-Präparate können laut EPOS die Erkrankungsdauer reduzieren, wenn sie innerhalb von 24 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome in einer Dosierung von mindestens 75 mg pro Tag eingenommen werden. Die Einnahme sollte bis zum Ende der Erkrankung fortgesetzt werden. Der Nutzen einer prophylaktischen Einnahme konnte bisher nicht belegt werden.

Gegen Schmerzen helfen bekanntermaßen Ibuprofen und Paracetamol. Unter Paracetamol verbessern sich Nasenatmung und Rhinorrhoe. Ibuprofen wiederum wirkt entzündungshemmend und mindert Niesen sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl.

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