| Barbara Döring |
| 13.07.2026 16:00 Uhr |
Omega-3-Fettsäuren stecken in Fischen wie Makrele, Lachs oder Hering. Aber auch in vielen pflanzlichen Ölen. / © Getty Images/pic_studio
Omega-3-Fettsäuren wird eine antientzündliche Wirkung zugeschrieben. Einige Untersuchungen weisen darauf hin, dass sie auch bei COPD die Entzündungsmarker im Blut verbessern. Weitere Studien sind nötig, um die ersten Ergebnisse zu bestätigen. Hauptlieferanten für Omega-3-Fettsäuren sind Kaltwasserfische wie Makrele, Lachs oder Hering sowie pflanzliche Öle wie Leinsamen-, Raps-, Walnuss- oder Olivenöl.
Damit untergewichtige Patienten genug essen und nicht zu früh ein Sättigungsgefühl verspüren, kann es sinnvoll sein, vor und während der Mahlzeit nur wenig zu trinken. Erst nach dem Essen sollten Patienten dann schluckweise Flüssigkeit zu sich nehmen. Blähungen können bei Atembeschwerden zusätzlich belasten. Durch die Gasbildung erhöht sich der Druck auf das Zwerchfell und auf die Lunge. Doch nicht alle gasbildenden Lebensmittel verursachen zwangsläufig Beschwerden. Wer sie nicht verträgt, sollte sie jedoch besser meiden. Dazu zählen Kohlgemüse, Zwiebelgewächse, Hülsenfrüchte und Trockenobst. Hastiges Essen sowie kohlensäurehaltige Getränke können ebenfalls Blähungen verursachen.
Bei manchen Patienten kommt es aufgrund eingeschränkter Beweglichkeit häufiger zu Verstopfung. Abführmittel können kurzfristig helfen, sollten aber nicht dauerhaft genutzt werden. Zu empfehlen sind ballaststoffreiche Lebensmittel, die Zufuhr von pulverförmigen Ballaststoffen und eine erhöhte Trinkmenge. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten sollten sich Patienten zudem mehr bewegen, um dem Darm auf die Sprünge zu helfen.
Die bei COPD-Patienten oft ausgeprägte Atemnot kann auch die Nahrungsaufnahme beeinträchtigen. Die Deutsche Atemwegsliga rät, vor der Mahlzeit zu ruhen, gegebenenfalls einen Bronchodilatator zu verwenden und störendes Sekret abzuhusten. Patienten sollten sich zudem genügend Zeit lassen und langsam essen, möglichst im Kutschersitz, also in vorgebeugter Haltung und bei etwa schulterbreitem Stand der Füße. Das Besteck wird beim Kauen am besten zur Seite gelegt, um die Arme aufstützen zu können. Das Atmen wird so erleichtert. Zwischen den einzelnen Bissen hilft die Lippenbremse, besser Luft zu bekommen. Dabei wird tief durch die Nase eingeatmet und über den Mund durch den Widerstand der locker aufeinandergelegten Lippen langsam und gleichmäßig ausgeatmet. Auch während des Essens zu sprechen, kann Atemnot verstärken.
Patienten mit COPD macht mitunter Müdigkeit zu schaffen, welche die Nahrungsaufnahme beeinträchtigen kann. Auch dann kann es helfen, vor dem Essen zu ruhen. Ist die Müdigkeit gerade weniger stark ausgeprägt, kann es sinnvoll sein, etwas größere Portionen zu verzehren. Für Phasen, in denen sich die Erkrankung verschlimmert oder die Erschöpfung ausgeprägter ist, sollten Fertiggerichte griffbereit sein. Von einer COPD sind vorwiegend ältere Menschen betroffen. Bei ihnen können Zahnprobleme die Nahrungsaufnahme zusätzlich erschweren. Weiche Speisen mit hoher Kaloriendichte erleichtern dann die Ernährung.
Quelle: Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET)