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LOVE- und PEACE-Regel
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Richtig handeln bei Knieverletzung

Verletzungspausen sind nicht nur für Profis ziemlich ärgerlich, sondern auch für Hobby-Fußballerinnen und -Fußballer. Die gute Nachricht: Sie können einiges dafür tun, um typischen Verletzungen etwa an Kreuzband und Meniskus vorzubeugen.
AutorKontaktdpa
Datum 13.06.2026  11:00 Uhr

»Viele schwere Knieverletzungen im Fußball passieren nicht durch Fouls, sondern durch abruptes Abstoppen, Landungen nach Sprüngen oder schnelle Richtungswechsel«, sagt Professor Frank Hildebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Besonders kritisch wird es, wenn das Bein in diesen Situationen nach innen abknickt, also in eine X-Bein-Stellung. Sie belastet das Kniegelenk stark.

Sportlerinnen und Sportler können aber vermeiden, dass das Knie in diese ungünstige Position gerät – und zwar, indem sie auf die richtigen Übungen setzen. Die Deutsche Kniegesellschaft, die Teil der DGOU ist, hat mit »Stop X« ein kostenloses Trainingsprogramm entwickelt, das zum Aufwärmen ins Mannschaftstraining eingebaut werden kann. Man kann es aber auch individuell zu Hause durchführen.

Erst PEACE, dann LOVE

Kommt es doch zu einer Verletzung, verrät die PEACE–Regel, worauf es in den ersten drei Tagen ankommt:

  • P wie »Protect« (englisch Schützen): Das Kniegelenk sollte man ruhigstellen, damit es nicht zu weiteren Schäden kommt.
  • E wie »Elevate« (Hochlagern): Das verletzte Knie wird am besten hoch gelagert – und zwar höher als das Herz, so die DGOU. Das reduziert Schwellungen.
  • A wie »Avoid Anti-inflammatory« (Entzündungshemmer vermeiden): Wo früher zum Kühlen und auch zu entzündungshemmenden Anlagetika wie Ibuprofen geraten wurde, empfehlen Fachleute nun Verzicht. Der Grund: Die natürliche Entzündungsreaktion ist wichtig für den Heilungsprozess.
  • C wie »Compress« (Kompression): Ein leichter Druckverband hilft dabei, Schwellungen einzudämmen.
  • E wie »Educate« (Aufklären): Generell gilt der Leitsatz: Man sollte seinen Körper aktiv unterstützen, eine Überbehandlung aber vermeiden.

Was genau wie schwer verletzt ist, kann nur ein Arzt oder einer Ärztin beurteilen. Gerade bei starken Schmerzen oder wenn Auftreten unmöglich ist, sollte man die Verletzung unbedingt abklären lassen.

Ab Tag vier nach der Verletzung kommt die LOVE–Regel ins Spiel:

  • L wie »Load« (Belastung): Jetzt kann die Rückkehr zu normalen Belastung beginnen – allerdings Schritt für Schritt. Schmerzt es, ist es zu viel.
  • O wie »Optimism« (Optimismus): Wichtig ist, dem Heilungsprozess positiv statt ängstlich entgegenzusehen. Denn auch die mentale Einstellung spielt eine Rolle bei der Genesung.
  • V wie »Vascularisation« (Durchblutung): Leichte, schmerzfreie Bewegungen regen die Durchblutung an.
  • E wie »Exercise« (Übungen): Gezieltes Training hilft dabei, wieder Kraft, Stabilität und Beweglichkeit aufzubauen.
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