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Vorsicht bei Atemnot
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RSV bei Kindern

Experten rechnen damit, dass auch in diesem Herbst und Winter Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus (RSV) wieder verstärkt auftreten. In welchen Fällen ein schwerer Verlauf droht und wann eine Prophylaxe sinnvoll ist.
AutorBarbara Döring
Datum 14.10.2022  09:00 Uhr

Erkältung oder RSV?

Gerade bei Frühgeborenen drohen Komplikationen wie Lungenentzündung oder Entzündung der kleinen Bronchien (Bronchiolitis), vor allem wenn sie unter einer chronischen Lungenerkrankung leiden oder mit einem angeborenen Herzfehler auf die Welt gekommen sind. Eine Infektion erkennt man daran, dass die Kinder kurzatmig werden und schneller und flacher atmen. Der Brustkorb bewegt sich beim Atmen angestrengter, das Gewebe zwischen den Rippen wird »angesaugt« und die Nasenflügel wackeln, beschreibt der Pädiater die Zeichen der Kurzatmigkeit. »Dann sollten Eltern mit ihrem Kind sehr schnell den Arzt oder in der Nacht oder am Wochenende eine Klinik aufsuchen«, rät Dötsch. Atmet das Kind sehr schwer und hat es Atemnot, ist das ein Grund, einen Notarzt zu rufen.

Mit einem Säugling oder Kleinkind sollte man immer zum Arzt gehen, auch wenn die Symptome nicht so stark ausgeprägt sind. »Beim Arzt oder in der Klinik gibt es häufig Schnelltests, mit denen sich innerhalb einer Stunde herausfinden lässt, ob es eine RSV-Infektion ist«, sagt Dötsch. Wird das Virus nachgewiesen, kann es sein, dass eine leichte Symptomatik erst der Anfang einer schweren Erkrankung ist. Junge Säuglinge oder Frühchen würden deshalb zunächst in der Klinik behalten, um den Verlauf der Infektion zu überwachen und um rechtzeitig handeln zu können, falls sich die Symptomatik verschlimmert. Eltern sollten diese Entscheidung nicht als bedrohlich empfinden, betont Dötsch. Das Kind in der Klinik zu behalten wäre nicht zwingend ein Zeichen, dass es dem Kind besonders schlecht geht, sondern eine Sicherheitsmaßnahme, um rechtzeitig behandeln zu können und zum Beispiel Sauerstoff zu geben, wenn es erforderlich ist. Eine spezifische Therapie gibt es bei einer RSV-Infektion nicht. Die Symptome wie Fieber, Husten oder Schnupfen können Eltern bei größeren Kindern wie bei einem grippalen Infekt dem Alter entsprechend behandeln.

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