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Clusterkopfschmerz
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Schmerzintensität extrem hoch

Clusterkopfschmerzen werden immer häufiger diagnostiziert. Anlässlich des Kopfschmerztages sprechen eine Ärztin und ein Betroffener über die Erkrankung, die mit einem hohen Leidensdruck einherget.
AutorKontaktdpa
Datum 07.09.2026  10:00 Uhr

»Als Neurologin und Schmerztherapeutin beschäftige ich mich schon gefühlte Ewigkeiten mit Kopfschmerzen«, berichtet Professorin Gudrun Goßrau, die das Kopfschmerzzentrum am Universitätsklinikum in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden leitet. In der Fachwelt unterscheide man zwischen primären und sekundären Kopfschmerzerkrankungen. Sekundär seien jene, bei denen der Schmerz Ausdruck einer anderen Erkrankung sei, etwa einer Hirnblutung.

Bei den primären sei der Kopfschmerz selbst die Erkrankung, erläutert die Ärztin. Am häufigsten seien Spannungskopfschmerzen und Migräne. »Der Clusterkopfschmerz ist seltener, schränkt den Patienten aber sehr ein, weil die Schmerzintensität extrem ist. Es gibt Untersuchungen, nach denen dieser Schmerz noch vor dem Schmerzempfinden bei einer Geburt oder der Entzündung der Bauchspeicheldrüse kommt.« Während von Migräne etwa 10 bis 15 Prozent der Menschen betroffen seien, liege die Prävalenz bei Clusterkopfschmerz deutlich darunter – bei 0,1 bis 0,2 Prozent.

Es gibt eine weitere Besonderheit. Männer sind von Clusterkopfschmerz dreimal häufiger betroffen als Frauen. Bei Migräne ist es genau umgekehrt. Manche Menschen leiden sogar unter beidem. Da Clusterkopfschmerzen eine seltene Erkrankung sind, dauert die spezifische Diagnose in der Regel länger, sagt Gudrun Goßrau. Deshalb gibt es seit einigen Jahren in Deutschland den »Kopfschmerztag«, um Kolleginnen und Kollegen, aber auch die Menschen allgemein für Kopfschmerzerkrankungen zu sensibilisieren. Er wird jährlich am 5. September begangen.

»Es geht darum, das Bewusstsein zu schärfen«, betont die Neurologin. Clusterkopfschmerzen würden inzwischen viel häufiger diagnostiziert als früher, auch wenn der Wert von knapp 8000 Erkrankungen im Jahr 2023 in Sachsen noch nicht der Prävalenz entspricht. Goßrau bringt die Häufung der Diagnosen auch mit dem Umstand in Verbindung, dass Betroffene sich im Internet informieren und den Hausarzt so auf die richtige Spur bringen. 

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