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Schlamm, Körnchen, Kiesel
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So geht Ernährung bei Gallensteinen

Ab der Lebensmitte ist jeder Fünfte von Steinen in Gallenblase oder -gängen betroffen. Nur ein Viertel davon hat Beschwerden – Steine sind oft blinde Passagiere oder werden zufällig bei einer Sonografie entdeckt. Welches Ernährungsverhalten unterstützt Vorbeugung und Behandlung?
AutorKontaktCornelia Höhn
Datum 26.06.2026  16:00 Uhr

Operieren oder abwarten?

Haben Gallensteine biliäre Schmerzen ausgelöst, raten verschiedene europäische Leitlinien zu einer operativen, meist minimal invasiven Entfernung der Gallenblase. Zu bedenken: Eine groß angelegte Studie vor einigen Jahren ergeben, dass bei symptomatischen Gallensteinen mit unkomplizierten Koliken eine abwartende Haltung eine gleichwertige Alternative zur Operation sein könnte.

Eine Auflösung mit Ursodeoxycholsäure soll leitliniengemäß nur in Ausnahmefällen bei kleinen Cholesterinsteinen und funktionstüchtiger Gallenblase durchgeführt werden – nach Aufklärung des Patienten zur hohen Rezidivrate. Das früher praktizierte Stoßwellenverfahren zur Zertrümmerung von Gallenblasensteinen ist obsolet, da entstandene Bruchstücke im Gallengang feststecken können und die Ursache nicht dauerhaft behoben wird. 

Auch wenn die Gallenblase herausgenommen wurde, können in den Gallengängen weiterhin Steine entstehen, die dann endoskopisch entfernt werden. Gut zu wissen: Für die Verdauung ist die Gallenblase entbehrlich, da sie nur Speicherorgan für den Gallensaft ist. Der Gallengang übernimmt deren Funktion und weitet sich dabei etwas auf.

Essen nach der Operation

Nach Entfernung der Gallenblase können Operierte weitgehend normal essen, dennoch kann vor allem Fetthaltiges individuell schlechter vertragen werden und häufiger zu Durchfällen führen.

Damit die Verdauung reibungslos funktioniert, unterstützen folgende Ernährungsinterventionen zeitlebens:

  • Größere Fettbelastungen vermeiden.
  • Mehrere kleine Mahlzeiten sind bekömmlicher.
  • Fettarme Garmethoden wie Kochen, Dünsten, Dampfgaren, Römertopf nutzen.
  • Anstatt Butter besser Lein-, Oliven- und Rapsöl verwenden.
  • Ausreichend Ballaststoffe essen.
  • Leicht verdauliche Gemüse- und Obstsorten wählen.
  • Fettarme Fleisch- und Fischsorten schonend zubereiten.
  • Haferflocken, feingemahlene Brotsorten, Nudeln, Pell- oder Salzkartoffeln essen.
  • Magerquark, fettarme Milchprodukte, milden Käse, Kefir und Buttermilch bevorzugen.
  • Rührei und weiches Ei verzehren.
  • Blähende Lebensmittel, Alkohol, Nikotin rmeiden.
  • Zucker, gesättigte und Transfette, hartgekochte Eier weglassen.
  • Mild würzen und Speisen mit Kräutern abschmecken.
  • Stilles Mineralwasser, schwarzen und grünen Tee sowie Kaffee in Maßen trinken.
  • Langsam essen, bewusst kauen
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