Haben Gallensteine biliäre Schmerzen ausgelöst, raten verschiedene europäische Leitlinien zu einer operativen, meist minimal invasiven Entfernung der Gallenblase. Zu bedenken: Eine groß angelegte Studie vor einigen Jahren ergeben, dass bei symptomatischen Gallensteinen mit unkomplizierten Koliken eine abwartende Haltung eine gleichwertige Alternative zur Operation sein könnte.
Eine Auflösung mit Ursodeoxycholsäure soll leitliniengemäß nur in Ausnahmefällen bei kleinen Cholesterinsteinen und funktionstüchtiger Gallenblase durchgeführt werden – nach Aufklärung des Patienten zur hohen Rezidivrate. Das früher praktizierte Stoßwellenverfahren zur Zertrümmerung von Gallenblasensteinen ist obsolet, da entstandene Bruchstücke im Gallengang feststecken können und die Ursache nicht dauerhaft behoben wird.
Auch wenn die Gallenblase herausgenommen wurde, können in den Gallengängen weiterhin Steine entstehen, die dann endoskopisch entfernt werden. Gut zu wissen: Für die Verdauung ist die Gallenblase entbehrlich, da sie nur Speicherorgan für den Gallensaft ist. Der Gallengang übernimmt deren Funktion und weitet sich dabei etwas auf.
Nach Entfernung der Gallenblase können Operierte weitgehend normal essen, dennoch kann vor allem Fetthaltiges individuell schlechter vertragen werden und häufiger zu Durchfällen führen.
Damit die Verdauung reibungslos funktioniert, unterstützen folgende Ernährungsinterventionen zeitlebens: