Auch wenn die Trinkflasche nur für Wasser verwendet wird, sollte sie nach jedem Gebrauch gereinigt werden. / © Getty Images/kieferpix
Sie baumeln am Rucksack, stehen neben Laptops im Büro, stecken im Getränkehalter des Autos oder werden wie Trophäen in einer Hand in Bus und Bahn ausgeführt – wiederverwendbare Trinkflaschen gehören für viele zum Alltag. Das ist nachhaltig, keine Frage. Ob es auch gesund ist, hängt allerdings von der Reinigung ab.
Denn in Trinkflaschen und Co. können sich schnell Keime ansiedeln und hartnäckige Biofilme bilden, so die Verbraucherzentrale NRW. Besonders Mundstücke, Dichtungen und Strohhalme böten Keimen gute Bedingungen. Aber: »Mit einer gründlichen Reinigung lässt sich das Risiko deutlich reduzieren«, sagt June Dilger. Die Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale gibt Tipps zur Reinigung.
Generell gilt: Auch wenn die Trinkflasche nur für Wasser verwendet wird, sollte sie täglich gereinigt werden. Über Mund, Hände und Luft gelangen laut Dilger immer wieder Bakterien, Pilze und Hefen in die Flasche. Gerade im feuchten Inneren fänden sie ideale Lebensbedingungen vor.
Sie rät, Verunreinigungen sofort nach dem Gebrauch zu entfernen, bevor sie sich festsetzen und sich ein Biofilm bildet, dessen Keime beispielsweise Magen-Darm-Beschwerden auslösen können.
Reicht dafür einfaches Spülen mit klarem Wasser? Nein, lautet die klare Antwort der Verbraucherschützerin. Denn das entferne nicht alle Keime.
Die Flasche sollte mit heißem Wasser, Spülmittel und einer Flaschenbürste gründlich geschrubbt und anschließend sorgfältig ausgespült werden. Je nach Modell sind zusätzliche kleine Bürsten notwendig, um Mundstücke, Dichtungen oder andere schwer zugängliche Stellen zu erreichen.
Nach dem Reinigen sollte die Flasche möglichst schnell und vollständig trocknen, am besten kopfüber, damit das Wasser ablaufen kann. Denn in feuchter Umgebung könnten sich verbliebene Mikroorganismen bei Zimmertemperatur besonders gut vermehren, so die Expertin.