Und was hält June Dilger von speziellen Reinigungsperlen? Die könnten Rückstände durch mechanisches Schütteln zwar lösen, erreichten aber nicht alle Stellen im Flascheninneren, urteilt sie. Mundstücke, Dichtungen oder Strohhalme lassen sich damit kaum zuverlässig reinigen.
Aber es gibt eine bessere Methode: Reinigungstabletten, die wie Gebissreiniger-Tabs arbeiten, können über längere Zeit einwirken und etwa mithilfe von Aktivsauerstoff den Biofilm und Bakterien-Membranen angreifen. Nach der Einwirkzeit sollten die gelösten Rückstände trotzdem noch mit einer Bürste entfernt und die Flasche gründlich ausgespült werden, so Dilger. Denn auch ein gelockerter, aber noch anhaftender Biofilm kann Keimen guten Lebensraum bieten.
Bei einer stark verschmutzten Flasche mit dickem, schleimigem Biofilm empfiehlt die Expertin, besonders gründlich mit heißem Wasser zu schrubben. Reinigungstabletten können dabei ergänzend eingesetzt werden. Entscheidend ist, dass wirklich alle Bereiche der Flasche erreicht werden.
Ob eine Trinkflasche in die Spülmaschine darf, hängt vom Material und den Herstellerangaben ab. Ist eine Flasche als spülmaschinenfest oder -geeignet etikettiert, sollte die Öffnung groß genug sein, damit das Wasser auch die Innenflächen erreichen kann. Dilger rät, sie kopfüber in den unteren Bereich der Spülmaschine zu stellen. Denn dort ist der Wasserstrahl kräftiger.
Auch Mundstücke, Dichtungen und andere Einzelteile sollten separat so platziert werden, dass sie vom Wasser gut erreicht werden. Nach dem Spülgang muss die Flasche vollständig trocknen können.
Trinkflaschen müssen nicht automatisch nach einer bestimmten Zeit entsorgt werden. Entscheidend ist vielmehr ihr Zustand: