PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Dehydration vorbeugen, aber nicht übertreiben
-
So viel sollten Sie wirklich trinken

Genug zu trinken ist wichtig – gerade jetzt im Sommer, der heiße Tage mit sich bringt. An denen verliert der Körper durch vermehrtes Schwitzen deutlich mehr Wasser als sonst. Ein Verlust, der unbedingt ausgeglichen werden muss. Doch: Wie trinkt man richtig und genug – und können wir es auch übertreiben?
Datum 23.07.2025  10:00 Uhr
4. Apropos Gewohnheit: Wie gewöhne ich mir an, mehr zu trinken?

4. Apropos Gewohnheit: Wie gewöhne ich mir an, mehr zu trinken?

Aus den Augen, aus dem Sinn – das gilt leider auch oft, wenn es ums Trinken geht. Sich regelmäßig ans Trinken erinnern und Routinen aufzubauen, ist wichtig. Hier kommen sieben Ideen:

  • Morgens nach dem Aufstehen direkt ein Glas Wasser trinken, um den Verlust durchs nächtliche Schwitzen auszugleichen.
  • Bereits am Morgen die Trinkmenge für den Tag bereitstellen, zum Beispiel in Form einer Karaffe oder mehrerer Flaschen.
  • Stets ein Glas Wasser in Sichtweite haben, etwa auf dem Schreibtisch oder der Küchenarbeitsplatte.
  • Zu jeder Mahlzeit ein Getränk einplanen.
  • Unterwegs immer eine Wasserflasche in der Tasche haben.
  • Einen Wecker stellen, der stündlich aufs Trinken aufmerksam macht. Alternativ kann man auch die Erinnerungsfunktion von Trink-Apps oder Smartwatches nutzen.
  • Lebensmittel mit hohem Wassergehalt in die Ernährung einbauen, zum Beispiel Gurke, Melone oder Suppen – als zusätzliche Unterstützung für den Flüssigkeitshaushalt.

5. Kann ich auch zu viel trinken?

Ja, das geht. Allerdings passiert es nur sehr selten – dafür müsste man schon fünf Liter innerhalb kurzer Zeit zu sich nehmen. Dann wird es aber kritisch: »Die Folge ist eine Überwässerung des Körpers und der Zellen«, warnt Franziska Meyer. Der Natriummangel, der damit einhergeht, kann lebensgefährlich sein.

Mögliche Symptome einer sogenannten Wasservergiftung sind Herzrhythmusstörungen, Wassereinlagerungen, Schwäche mit verminderter Leistungsfähigkeit, Hirnschwellung mit Kopfschmerzen, Krampfanfällen, Übelkeit und/oder Erbrechen. Dann ist rasche ärztliche Hilfe gefragt.

Wer jedoch maßvoll und über den Tag verteilt etwas mehr trinkt als üblich, muss sich keine Sorgen machen – aber womöglich deutlich häufiger aufs Klo. Der Körper scheidet überschüssige Flüssigkeit problemlos aus.

6. Kaffee und Alkohol gelten als schlechte Durstlöscher – besonders im Sommer. Warum?

Gerade bei hohen Temperaturen sind Kaffee und Alkohol keine gute Wahl für den Flüssigkeitshaushalt. Koffein kann den Kreislauf zusätzlich anregen und das Schwitzen verstärken. Zudem wirkt es harntreibend. Der Körper verliert insgesamt also noch mehr Flüssigkeit.

Noch gravierender ist die Wirkung von Alkohol: »Alkohol ist ein Giftstoff, der die Selbstwahrnehmung des menschlichen Organismus stört«, warnt Ivo Grebe. Das kann dazu führen, dass man trotz Flüssigkeitsmangel kein Durstgefühl mehr verspürt – und damit auch nicht rechtzeitig trinkt.

Und Alkohol erweitert die Blutgefäße, wodurch der Körper mehr Wärme verliert und stärker schwitzt. Das erhöht den Flüssigkeitsbedarf zusätzlich. Gleichzeitig bindet der Alkoholabbau Grebe zufolge wichtige Ressourcen in Leber und Verdauungstrakt. Sie fehlen dann für andere Aufgaben, etwa die Regulation von Flüssigkeit.

TEILEN
Datenschutz

Mehr von Avoxa