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Guter Start ins Leben
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Stillen liefert Nährwerte und Nähe

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO könnten pro Jahr 800.000 Kinderleben gerettet werden, wenn alle Babys optimal gestillt werden könnten. Stillen gilt weltweit als ideale Ernährungsform in den ersten Lebensmonaten, wirkt sich positiv auf das Bonding und die Gesundheit von Mutter und Kind aus. Ein Baby zu stillen, ist aber nicht immer einfach. In der Apotheke finden Frauen fachkundige Beratung.
AutorKontaktCarina Steyer
Datum 02.08.2024  15:00 Uhr

Tipps zum Abpumpen

Es gibt in der Stillzeit immer wieder Situationen, in denen das Baby für einen gewissen Zeitraum nicht an der Brust trinken kann. Um es weiterhin mit Muttermilch zu versorgen, können Frauen Milch abpumpen. Dabei haben sie die Wahl zwischen elektrischen Pumpen oder Handpumpen. Erstere eignen sich vor allem für regelmäßiges Abpumpen. Gynäkologen und Kinderärzte können auch eine Leihmilchpumpe verordnen, die maximale Mietdauer pro Rezept liegt bei vier Wochen. Wollen Frauen nur gelegentlich abpumpen, ist eine Handpumpe ausreichend.

In beiden Fällen können PTA ihnen ein paar hilfreiche Tipps mit auf den Weg geben:

  • Vor dem Abpumpen sollten Hände und Fingernägel gründlich mit Wasser und Seife gereinigt werden. Eine Handdesinfektion ist nicht notwendig und reduziert den Keimgehalt der abgepumpten Milch nicht. Auch die Brust muss nicht gereinigt werden. Vielmehr kann Seife die Haut austrocknen und wunde Brustwarzen sowie Einrisse fördern.
  • Bei Verwendung einer elektrischen Pumpe sollte mit dem geringsten Sog begonnen und dieser schrittweise erhöht werden. Passt der Pumpentrichter nicht optimal auf die Brustwarze, kann es zu wunden Brustwarzen beziehungsweise zu ineffektivem Pumpen kommen.
  • Die Milch wird am besten direkt in das Gefäß abgepumpt, in dem sie anschließend aufbewahrt wird. So können sekundäre Kontaminationen und Veränderungen an den Inhaltsstoffen vermieden werden.
  • Pumpen sollten zeitnah mit Spülmittel und heißem Wasser gereinigt, mit klarem Wasser abgespült und mit Papierhandtüchern oder an der Luft getrocknet werden. Eine Sterilisation ist nur erforderlich, wenn kein Spülmittel vorhanden ist. Eine Dampfdesinfektion in der Mikrowelle oder einem Vaporisator kann durchgeführt werden.
  • Muttermilch hält sich bei Zimmertemperatur vier bis sechs Stunden, sie kann im Kühlschrank bei 4 bis 6  °C für bis zu vier Tage gelagert werden. Tiefgekühlt hält sie sich bei -18 °C oder kälter bis zu sechs Monate. Das Auftauen kann im Kühlschrank, bei Raumtemperatur oder unter fließendem Wasser, aber niemals in der Mikrowelle erfolgen.
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