PTA-Forum online Avoxa
instagram facebook

Feigwarzen
-
Störend – aber nicht gefährlich

Feigwarzen werden von den Betroffenen meist als störend und hässlich erlebt. Medizinisch betrachtet sind sie allerdings meist relativ harmlos. Kondome reduzieren das Ansteckungsrisiko, schützen jedoch nicht vollständig – den zuverlässigsten Schutz vor den häufigsten verursachenden HPV-Typen bietet die Impfung.
AutorKontaktCarina Steyer
Datum 23.02.2026  10:00 Uhr

Impfen schützt

Derzeit ist die beste Schutzmaßnahme gegen eine HPV-Infektion die Impfung. Sie bietet Schutz vor Feigwarzen und vor den häufigsten Niedrigrisiko-Typen (6 und 11) sowie vor mehreren Hochrisiko-Typen, darunter 16 und 18. (Niedrigrisiko-Typen ergänzt durch PTA-Forum)

In Australien hat es das flächendeckende Impfprogramm bereits geschafft, Feigwarzen weitestgehend zurückzudrängen. Seit 2007 werden australische Mädchen kostenlos mit einem tetravalenten Impfstoff gegen die Typen 6, 11, 16 und 18 geimpft, mit durchgreifendem Erfolg. Während 2007 noch bei 11,5 Prozent der Frauen unter 21 Jahren Feigwarzen diagnostiziert wurden, waren es 2011 nur noch 0,85 Prozent. Unter den Geimpften wurde keine einzige Warze gefunden. In Australien liegt die Impfquote bei rund 80 Prozent.

In Dänemark sind die besonders relevanten Virustypen HPV 16 und 18 einer Studie zufolge nahezu vollständig eliminiert worden. Dort wurde 2008 damit begonnen, Mädchen im Teenager-Alter dagegen zu impfen. In Deutschland waren laut den Zahlen einer Krankenkasse im Jahr 2022 nur 60 Prozent der Mädchen im Alter von 14 Jahren vollständig gegen HPV geimpft waren. Bei Jungen lag die Impfquote mit einem Anteil von 25 Prozent bei 13-Jährigen noch wesentlich niedriger. (ergänzt und aktualisiert durch PA-Forum)

TEILEN
Datenschutz
Mehr von Avoxa