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Angst vor der OP
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Tipps gegen Krankenhausangst

Wohl niemand freut sich auf einen Aufenthalt im Krankenhaus. er beim Gedanken an einen anstehenden Krankenhausaufenthalt Ängste erlebt, ist damit nicht allein. Zwei Experten verraten, was gegen das Sorgenkarussell hilft.
Datum 07.07.2026  14:00 Uhr

1. Die Angst beim Namen nennen

»Für viele Menschen ist es immer noch ein großer Schritt, Ängste zuzugeben. Es wird oft als Schwäche gesehen, Angst zu haben«, sagt Michael Volland. Dabei sei eine offene Kommunikation der wichtigste Tipp, um den Sorgen zu begegnen – ob beim OP-Vorgespräch oder bei der Aufnahme auf der Station.

»Es ist gut, wenn man die Ängste offen und selbstbewusst ins Gespräch bringt. So wird man ernst genommen«, sagt Volland. Nur wenn das medizinische Personal informiert ist, kann es auf die Ängste reagieren und gemeinsam mit dem Patienten nach Lösungswegen suchen.

2. Informationen sammeln

Ein neues Umfeld, ungewohnte Abläufe und medizinische Fachbegriffe, bei denen einem die Ohren schlackern: Krankenhausangst ist oft auch eine Angst vor dem Unbekannten. Da kann es helfen, möglichst viele Informationen zusammenzutragen. Sie ermöglichen es, die Situation möglichst nüchtern und rational zu bewerten, erklärt Wedekind. »Je weniger Überblick man über die Lage hat, desto stärker kommen Affekte und Emotionen ins Spiel, die oft schwer zu kontrollieren sind.«

Während der Vorbereitungsgespräche vor einem Eingriff findet »eine große Vertrauensarbeit statt«, wie Michael Volland es nennt. »Deswegen ermutige ich Patienten, alle Fragen zu stellen, die ihnen am Herzen liegen. Die Sorge, Umstände zu machen oder die Zeit des Arztes zu rauben, ist völlig unbegründet. Dafür ist der Arzt da.«

Berechtigt sei auch die Frage nach der Erfahrung von Arzt oder Ärztin. »Diese Information würde ich ebenfalls einfordern, um mir einen Eindruck zu machen«, sagt Volland, der als Chirurg tätig ist. Auch Zweitmeinungen von anderen Ärzten oder differenzierte Informationen aus dem Internet können dabei helfen, sich ein besseres Bild der eigenen Situation zu machen.

Es gibt aber auch das Gegenteil: Manche Menschen haben kein Informationsbedürfnis, sondern fühlen sich besser, wenn sie eher wenig wissen. Wem es so geht, der sollte das kommunizieren. »Wir haben zwar eine Aufklärungspflicht und müssen natürlich mögliche Risiken einer Operation nennen. Aber man kann diese unterschiedlich gewichten«, so Volland.

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