| 07.07.2026 14:00 Uhr |
Eine große Hilfe im Umgang mit Ängsten kann die Begleitung durch einen vertrauten Menschen sein. Es ist also eine gute Idee, Familie, Freunde und Co. mit ins Boot zu holen. Zum Teil machen auch die Krankenhäuser selbst Unterstützungsangebote.
Auf Angstpatienten spezialisierte Kliniken wie das Krankenhaus Waldfriede, wo Michael Volland tätig ist, bieten etwa eine OP-Begleitung durch einen Seelsorger oder eine Seelsorgerin an. »Die Zeit vor der Operation ist für den Patienten oft nervlich am strapaziösesten. Dabei jemanden an der Seite zu haben, wird sehr geschätzt«, sagt der Mediziner.
In anderen Fällen, wie etwa lebensverändernden Diagnosen, kann die Begleitung durch einen Psychotherapeuten oder Psychiater sinnvoll sein, sagt Dirk Wedekind. So bieten viele Krankenhäuser psychoonkologische Beratungen an, die bei Krebsdiagnosen Orientierung geben können.
Ob Meditation, Atemtechniken, Hypnose, Lieblingsmusik – in vielen Fällen können Entspannungstechniken helfen, Stress abzubauen und Ängste zu reduzieren. Steht ein Krankenhausaufenthalt an, kann es deshalb sinnvoll sein, vorher zu testen, welche Formen der Entspannung einem guttun, rät Michael Volland.
»Bei ausgeprägter Angst, ist es auch möglich, ein leichtes Einschlafmedikament zu bekommen und somit dem Körper die nötige Entspannung zu geben«, sagt Dirk Wedekind. Diesen Wunsch sollte man am besten schon im Vorgespräch anbringen.