Ob nun im Rahmen einer Erkrankung oder als Teil von Charaktereigenschaften, hilfreich ist das Rechtfertigen nicht. »Es bringt zwar kurzfristig Entlastung, aber langfristig ist es symptomerhaltend«, betont Bossmann. Denn Betroffene interpretieren die empfundene Entlastung als Bestätigung ihres Verhaltens – und werden das auch in Zukunft weiter an den Tag legen.
Was also tun? Für schwierige Beziehungen rät Christa Roth-Sackenheim, sich Verbündete zu suchen – etwa Freunde fragen, wie sie mit solchen Situationen umgehen. Ansonsten sei auch der Hausarzt oder die Hausärztin ein erster Ansprechpartner.
Ulrike Bossmann hat drei Strategien, mit denen man den Rechtfertigungszwang verringern kann: