Um es nicht gleich zu übertreiben, sei die Reha genau der richtige Ort, so Kardiologin Christiane Tiefenbacher: »Man wird dort langsam auftrainiert und erfährt, wie hoch der Puls gehen sollte und wie lange man sich belasten kann«, sagt die Chefärztin der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie im Marien—Hospital Wesel. Grundsätzlich gilt: Solange einem die Bewegung guttut, ist sie auch nicht kontraproduktiv.
Was die Sportart betrifft, rät Tiefenbacher höchstens vom Gewichtheben oder von Sport mit hohem Verletzungsrisiko ab, da Infarktpatienten häufig Blutverdünner nehmen. Sie empfiehlt eine Kombination aus Ausdauersport wie Joggen oder Radfahren und etwas Kraftsport. Auch Yoga oder progressive Muskelentspannung sind hilfreich und eine gute Alternative für all diejenigen, die zu hohe Belastung fürchten.