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Fettleber bei Kindern
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Warum frühes Handeln wichtig ist

Die Zahl der übergewichtigen und adipösen Kinder nimmt zu – und damit auch die Zahl der Fettlebererkrankungen (Steatotic Liver Disease, SLD) im Kindes- und Jugendalter. Das könne Folgen für die körperliche und psychische Entwicklung haben, warnt die Deutsche Leberstiftung anlässlich des Weltkindertags am 20. September.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 20.09.2026  14:00 Uhr

Aktuell entwickle mehr als jedes dritte Kind mit Adipositas eine Metabolisch dysfunktions-assoziierte Steatotische Lebererkrankung (MASLD) – häufig über lange Zeit unbemerkt. »Die MASLD ist heute die häufigste Lebererkrankung bei Kindern und Jugendlichen«, erklärt Professor Ulrich Baumann, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Pädiatrische Gastroenterologie und Hepatologie, Medizinische Hochschule Hannover.

Die Erkrankung könne sich bereits in jungen Jahren zu der sogenannten Metabolisch dysfunktions-assoziierten Steatohepatitis (MASH), einer entzündlichen Form der Fettleber, weiterentwickeln. Das erhöht laut Leberstiftung das Risiko für eine Leberzirrhose. Baumann zufolge ist die MASLD nicht nur eine mögliche frühe Vorstufe eines Typ-2-Diabetes, sondern auch die Hauptursache, dass junge Menschen für eine Lebertransplantation auf eine Warteliste gesetzt werden müssen.

Frühzeitig erkennen und behandeln

Um dies zu verhindern, müsse eine MASLD möglichst frühzeitig erkannt und behandelt werden, so der Experte. Metabolisch bedingte chronische Erkrankungen blieben häufig bis ins Erwachsenenalter bestehen – »mit Folgen wie einer verkürzten Lebenserwartung und einer eingeschränkten Lebensqualität.«

In vielen Fällen lasse sich das Fortschreiten einer Fettlebererkrankung jedoch aufhalten und sogar eine Rückbildung erreichen. Bei Kindern und Jugendlichen mit diagnostizierter Adipositas sollte daher auch der Leberwert im Blick behalten werden. Sind die Werte erhöht und lassen sich andere Ursachen ausschließen, sei eine schnelle Lebensstilveränderung bezüglich Ernährung, körperlicher Aktivität und Gewicht dringend notwendig, so die Stiftung.

Vorsicht bei hochverarbeiteten Lebensmitteln

Entscheidend sei, die Kinder ausgewogener und möglichst mit frischen Lebensmitteln zu ernähren. Das könne dazu beitragen, Übergewicht und damit auch einer Fettlebererkrankung vorzubeugen. Baumann warnt in diesem Zusammenhang insbesondere vor einem häufigen Verzehr stark verarbeiteter Lebensmittel wie Softdrinks, Snacks, Fast Food oder Fertiggerichten. Diese enthielten häufig viel Zucker, Fett und Salz und wiesen eine hohe Energiedichte auf. Dadurch könne eine übermäßige Kalorienzufuhr begünstigt werden. »Problematisch wird es insbesondere dann, wenn hochverarbeitete Produkte frische, nährstoffreiche Mahlzeiten dauerhaft ersetzen.« Daraus folge meist unweigerlich Übergewicht, was wiederum ein Hauptrisikofaktor für eine Fettlebererkrankung ist.

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