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Warum Impfungen für Männer und Frauen unterschiedlich sein können

In der Corona-Pandemie haben Forscher Daten im damals abgeriegelten Neustadt am Rennsteig gesammelt. Daraus haben die Wissenschaftler auch Erkenntnisse über Geschlechterunterschiede gewonnen.
AutorKontaktdpa
Datum 08.10.2026  14:00 Uhr

Männer im Alter im Nachteil

Für die aktuellen Forschungen der Uniklinik zum unterschiedlichen Altern des Immunsystems von Männern und Frauen haben Forscher um Pletz auf Daten zurückgegriffen, die sie während der Corona-Pandemie bei etwa 230 Männern und Frauen in Neustadt am Rennsteig erhoben hatten. Der Ort im Ilm-Kreis war zu Beginn der Pandemie im März 2020 von der Außenwelt abgeriegelt worden, nachdem dort mehrere Infektionen mit SARS-CoV-2 festgestellt worden waren. Daraufhin waren unter der Leitung von Pletz dort Daten gesammelt worden. Die aktuellen Forschungsergebnisse sind eine Art Nebenprodukt dieser Sammlung.

Eine zentrale Erkenntnis dieser Forschungen ist, dass sich zumindest ein Teil des Immunsystems von Männern und Frauen über das gesamte Leben hinweg unterscheidet und auch unterschiedlich schnell altert.

Eine für die körpereigene Abwehr besonders wichtige Art von sogenannten T-Zellen würden bei Männern schneller zurückgehen als bei Frauen, sagte Pletz. Männer seien deshalb im höheren Alter anfälliger gegenüber Infektionen und würden dann auch häufiger daran sterben als Frauen.

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