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Abwertende Gedanken
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Warum Selbstkritik meist schädlich ist

In der eigenen Gedankenwelt gehört Selbstkritik bei vielen Menschen zum Standardrepertoire. Mit anderen hingegen wären wir nie so streng.
AutorKontaktdpa
Datum 26.03.2026  12:00 Uhr

Methoden für mehr Selbstmitgefühl

Wer einen guten und nachsichtigen Umgang mit sich selbst anstrebt, kann aber gezielt Methoden dafür anwenden. »Man kann jeden Abend aufschreiben, was man gut gemacht hat«, schlägt Wolfgang Krüger vor. Das verändert mit der Zeit den Fokus, der nun nicht mehr wie gewohnt auf dem liegt, was vielleicht schiefgegangen oder nicht optimal gelaufen ist.

Eva Wlodarek rät zudem, innezuhalten, wenn sich der innere Kritiker meldet: »Fragen Sie sich: ›Würde ich so auch mit einer Freundin oder einem Freund sprechen?‹« Dies ist in der Regel nicht der Fall. Im nächsten Schritt sollte die Kritik umgewandelt werden, etwa in: »Das war zwar ein Fehler, aber davon geht die Welt nicht unter.«

Auch sollten die negativen Gedanken durch einen »Filter« geschickt werden: »Nutzt mir dieser Gedanke etwas?« Falls das verneint wird, darf der Gedanke losgelassen werden.

Die kritische innere Stimme wird nicht sofort verstummen, sondern sich bald wieder melden. Es können Wochen vergehen, bis sie allmählich leiser wird und deutlich länger dauern, bis sie ganz ausbleibt. »Die Forschung spricht von mehreren Monaten bis hin zu ein bis zwei Jahren, abhängig davon, wie stark die alten Muster ausgeprägt sind«, sagt Eva Wlodarek. Hierfür muss jedoch regelmäßig geübt werden.

Wolfgang Krüger hat hier eine gute Nachricht: »Wer einmal wirklich begriffen hat, was Selbstachtung bedeutet, fällt in der Regel nicht mehr zurück in die Gewohnheit, sich selbst schlecht zu behandeln und zu demontieren.«

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