Ramón Schlemmbach rät, sich in Gesprächen bewusst Zeit zu nehmen, bevor man etwas sagt. Und sich ehrlich zu fragen, worum es einem eigentlich geht. »Bevor ich etwas teile, würde ich die Beziehungsqualität überprüfen. Konkret: Hat die Person mein Vertrauen schon verdient oder versuche ich jetzt Vertrauen zu gewinnen mit dieser Aktion?«
Echtes Vertrauen wachse nicht von heute auf morgen, sondern entstehe Schritt für Schritt durch gemeinsame Erlebnisse und indem man persönliche Informationen behutsam austauscht.
Wer bei näherer Reflexion feststellt, dass er vor allem das Bedürfnis hat, Druck abzulassen, tut gut daran, einen Alternativweg suchen. »Statt es jemandem zu erzählen, kann ich es etwa aufschreiben in einer Art Tagebuch«, empfiehlt der Psychologe.