Bei der Hauptversammlung der Apothekerinnen und Apotheker wurde über zahlreiche Anträge abgestimmt. / © PZ/Alois Müller
Im Vorfeld hatte die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände fünf Forderungen an den Bundesgesundheitsminister gerichtet (siehe Kasten). Zu den diskutierten Themen gehörten unter anderem die Rolle der Apotheken in der Primärversorgung, pharmazeutische Dienstleistungen, der Umgang mit ausländischen Versandhändlern, Krisenpharmazie und die Digitalisierung.
Thomas Preis, ABDA-Präsident, betonte in seiner Rede zur DAT-Eröffnung, dass die Apotheken bereit seien, neue Aufgaben und damit mehr Verantwortung zu übernehmen. Kritisch bedachte er die Tätigkeiten der ausländischen Versandhändler, die beispielsweise mit einem Verzicht auf Zuzahlung werben.
Auch der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) richtete ein Grußwort an die Apotheken. Die Apothekenreform sei ein Erfolg – er sehe für Apotheken außerdem eine stärkere Rolle im Rahmen der Notfallreform und Primärversorgung. Mit Verständnis kam er den Bedenken der Apothekerschaft gegenüber dem ausländischen Versandhandel entgegen. Auch das Thema Medizinalcannabis wolle er mit Blick auf zunehmenden Missbrauch angehen.
Am Vortag des DAT stellte die ABDA ihren 5-Punkte-Plan mit konkreten Forderungen an den neuen Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) vor:
Einige Themen und Beschlüsse im Überblick:
Unter dem Eindruck des AfD-Wahlsiegs in Sachsen-Anhalt und angesichts der bevorstehenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sprachen die Delegierten ein klares Bekenntnis ihres Berufsstands zu Demokratie, Vielfalt und gemeinsamen Werten aus und beschlossen eine entsprechende Resolution.