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Deutscher Apothekertag 2026
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Was der Apothekerschaft wichtig ist

Heute wurde der Deutsche Apothekertag (DAT) in München eröffnet: Thomas Preis, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, sprach über die aktuelle Situation und Herausforderungen der Apotheken. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) richtete ein Grußwort an die Apothekerschaft.
AutorKontaktPZ
Datum 15.09.2026  15:45 Uhr

ABDA-Präsident Thomas Preis dankte Linnemann dafür, dass er sich den gesundheitspolitischen Herausforderungen stelle und den Dialog mit den Leistungserbringern suche. Gestern habe der Minister zugesagt, dass er die noch ausstehende Verordnung zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung und weiterer Verordnungen unterschrieben habe.

Preis begrüßte die jüngst abgeschlossene Apothekenreform der Bundesregierung als »genau den richtigen Weg«. Nach mehr als 13 Jahren würden die Apotheken wieder gestärkt, und Apothekerinnen und Apotheker erhielten zusätzliche Kompetenzen, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten weiter zu verbessern. An Bundesgesundheitsminister Linnemann gerichtet, erklärte Preis abschließend: »Dafür sagen wir im Namen unserer Kundinnen und Kunden sowie der Patientinnen und Patienten in Deutschland: Danke!«

Das stufenweise auf 9,50 Euro erhöhte Fixum sei nach Jahren des Stillstands »eine substanzielle Anpassung«. Scharfe Kritik übte der ABDA-Präsident jedoch am erhöhten Kassenabschlag. Zum 1. Januar müssen Apotheken einen um 30 Cent auf 2,07 Euro erhöhten Abschlag an die Kassen abdrücken. Damit werde ein großer Teil der Honorarrhöhung – »satte 26 Prozent« – wieder abgeschöpft. Preis appellierte an den Minister, diese Entscheidung dringend zu überprüfen, denn »weitere Apothekenschließungen vermeidet man dadurch nicht«. Preis erinnerte daran, dass die Apothekenzahl in den vergangenen 13 Jahren um etwa 20 Prozent gesunken sei. Diese Entwicklung gelte es zu stoppen.

Apotheken bereit für neue Aufgaben

Die Reform übertrage den Apotheken neue Aufgaben und mehr Verantwortung, etwa mehr Impfungen, zusätzliche Präventions- und Testleistungen sowie in bestimmten Fällen Rx-Anschlussversorgung auch ohne aktuelle Verordnung. Die Apothekerschaft sei bereit, diese erweiterte Rolle in der Gesundheitsversorgung zu übernehmen – der gestern veröffentlichte Apothekenklimaindex, für den jährlich 500 Apothekeninhaberinnen und Apothekeninhaber befragt werden, belege diese Bereitschaft.

Die Apotheken zeigten deutlich, dass sie im Schulterschluss mit anderen Leistungserbringern die Versorgung verbessern wollten, so Preis. Dies habe die ABDA schon im Frühjahr mit ihrem Positionspapier »Die zukünftige Rolle der Apotheke in der Primärversorgung« verdeutlicht. Wichtig sei die Digitalisierung, namentlich die assistierte Telemedizin als »wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer noch umfassenderen Versorgung aus der Apotheke heraus«.

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