Neben der Therapietreue kann der CED-Patient selbst mit Entspannung, einer darmfreundlichen Ernährung und Bewegung versuchen, akut entzündliche Phasen möglichst hinauszuzögern. Bestenfalls werden bei gesundem Lebensstil dann weniger Medikamente benötigt:
Eine spezielle CED-Diät gibt es nicht. Oft liegen Nahrungsmittelunverträglichkeiten vor; die Ernährung ist danach anzupassen. Escher empfiehlt allgemein eine mediterrane Ernährung und Intervallfasten, da beides entzündungshemmend wirken soll. Die Lebensmittel dämpfen oder dünsten, als Fettquelle vor allem Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl oder Fisch nutzen. Zu viel Kohlenhydrate, rotes Fleisch und verarbeitete Lebensmittel sollte man eher meiden, zu entzündungshemmenden Lebensmitteln wie Ingwer, Kurkuma, grünem Blattgemüse und Beeren so häufig wie möglich greifen.
In der Remissionsphase unterstützen Flohsamenschalen und Hafer die Darmschleimhaut; im akuten Schub sollte man aber auf Ballaststoffe verzichten. Der Flüssigkeits- und Salzverlust bei Durchfall lässt sich mit Wasser, Tees aus Kamille, Pfefferminze, Fenchel, fettarmer Brühe oder Elektrolytlösungen aus der Apotheke ausgleichen. Vor längeren Ausflügen ist es für Betroffene oft hilfreich, eine WC-Route zu planen (WC-Finder, Euro-WC-Schlüssel); bei Veranstaltungen sollten sie besser am Rand oder in der letzten Reihe sitzen. Daneben kann es ratsam sein, ein Loperamid-Präparat mitzunehmen.