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Laryngitis
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Was dem Kehlkopf hilft

Die Stimme ist rau, es besteht Hustenreiz, der Rachen schmerzt – wenn sich der Kehlkopf entzündet, ist das meist harmlos. Welche Mittel helfen und wann doch der Notarzt gefragt ist.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 30.10.2026  08:00 Uhr

Nicht flüstern

Um die Beschwerden nicht weiter zu verschlimmern, ist es wichtig, dass Patienten mit akuter Laryngitis ihre Stimme schonen. Dabei gilt es, möglichst nicht oder nur wenig zu reden. Wenn nötig, sollten Patienten normal sprechen und nicht flüstern. Flüstern bringt – anders als häufig vermutet – keine Linderung, sondern kann die Symptome eher verstärken, da sich dabei der Druck auf die Stimmlippen erhöht. PTA können Kunden zudem den Tipp geben, im Wohnraum einen Luftbefeuchter aufzustellen und ausreichend zu trinken, damit die Schleimhäute gut durchfeuchtet werden. Zu empfehlen sind warme, nicht zu heiße Getränke.

Inhalationen mit Kochsalzlösung können die Schleimhäute befeuchten. Pflanzliche Zusätze wie Salbei oder Eibisch werden ebenfalls angewendet. Gurgeln hilft allerdings nicht, da die Lösung den Kehlkopf nicht erreicht. Ein warmer Halswickel regt die Durchblutung an und kann so den Heilungsprozess fördern. Schmerzt der Rachen, sind Analgetika wie Ibuprofen oder Paracetamol hilfreich. Auch Lutschtabletten oder Sprays mit analgetischen und antiseptischen Wirkstoffen lindern den Schmerz und beruhigen die Schleimhaut (wie neo-angin®, Dolo-Dobendan® Direkt). Bei angeschlagener Stimme helfen zudem Halstabletten mit Hyaluronsäure und Filmbildnern oder Spezialextrakt aus Isländisch Moos, die einen anhaltenden Schutzfilm auf der Rachenschleimhaut bilden (wie GeloRevoice®, isla® med voice).

Kortison bei Kindern

Nur in seltenen Fällen sind bei einer Laryngitis Antibiotika angezeigt, da sie in der Regel viral bedingt ist. Bei einer bakteriellen Superinfektion kann eine antibiotische Therapie jedoch sinnvoll sein. Um die Entzündung zu lindern, kommt in manchen Fällen einer akuten Laryngitis zudem Kortison zum Einsatz. Das kann vor allem bei Kleinkindern der Fall sein.

Nicht immer ist der Verlauf einer Laryngitis unkompliziert. Hält die Heiserkeit nach zwei Wochen an, ist eine ärztliche Untersuchung angeraten. Mittels Kehlkopfspiegelung oder flexibler Endoskopie kann der Kehlkopf untersucht werden. Dabei lassen sich andere als virale Auslöser, etwa gutartige oder bösartige Läsionen, erkennen.

Eine über mehrere Wochen anhaltende Entzündung kann in eine chronische Laryngitis übergehen. Sie tritt bei Erwachsenen ab dem 50. Lebensjahr vermehrt auf. Ihr liegen oft Sodbrennen, Rauchen oder starker Alkoholkonsum zugrunde. Die Behandlung zielt dann darauf ab, die Auslöser zu meiden. Manchmal kann eine Stimmtherapie sinnvoll sein. Die Patienten lernen dabei, bestimmte Verhaltensweisen, die auf die Stimme schlagen, etwa häufiges Räuspern oder falsches Sprechen, zu vermeiden und so den Kehlkopf zu schonen.

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