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Selten, aber gefährlich
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Was ist das Borna-Virus und wie gefährlich ist es?

In Deutschland sind Infektionen mit dem Borna-Virus zwar selten, aber dann stets lebensbedrohlich. Wie das Virus übertragen wird, wie sich eine Infektion äußert und wie man sich davor schützt.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 20.05.2026  10:00 Uhr
Was ist das Borna-Virus und wie gefährlich ist es?

Behörden gehen davon aus, dass es in Deutschland etwa 5 bis 10 akute Erkrankungen durch das Borna-Virus pro Jahr gibt – meistens in den ländlichen Gebieten in Bayern. Damit zählt die Infektion zu den seltensten Erkrankungen in Deutschland. Die in erster Linie von Feldspitzmäusen übertragenen Krankheit ist jedoch lebensbedrohlich. 

Feldspitzmaus ist Überträger des Borna-Virus

Das Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) kommt in der Feldspitzmaus vor und wird von dieser über Speichel, Urin und Kot ausgeschieden. Die Tiere erkanken dabei selbst nicht an dem Virus. Lebende oder tote Tiere sollten daher niemals mit bloßen Händen berührt werden.

In einem Merkblatt des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNITM), das zusammen mit dem Robert-Koch-Institut erstellt wurde, wird zudem erwogen, dass ein direkter Kontakt mit Feldspitzmäusen für eine Infektion gar nicht erforderlich ist. Vorstellbar sei die Aufnahme des Virus, das in der Umwelt lange infektiös bleiben kann, auch über verunreinigtes Erdreich, das in Hautverletzungen oder auf Schleimhäute gelangt. Auch kontaminierte Lebensmittel, verunreinigtes Wasser oder das Einatmen des Virus über kontaminierten Staub werden als Übertragungsweg in Betracht gezogen. Zudem könnten laut BNITM auch Hauskatzen bei einer Ansteckung als Bindeglied dienen, da sie Spitzmäuse jagen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch sei dagegen sehr unwahrscheinlich.

Dennoch sollten beim Entsorgen einer toten Spitzmaus Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und Gummihandschuhe, Schutzbrille und Maske getragen werden. Die Maus werde dann mit über die Hand gestülpter Plastiktüte aufgenommen und im Hausmüll entsorgt. Davor sei es ratsam, das Tier und dessen Ausscheidungen gründlich mit Reinigungsmittel oder Desinfektionsmittel zu besprühen, damit kein virusbeladener Staub aufgewirbelt wird. Nach erfolgreicher Entsorgung sollte geduscht werden.

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