Menschen kommen zum Beispiel bei Reinigungsarbeiten mit Ausscheidungen von Nagern in Kontakt. / © Getty Images/Jena Ardell
Hantaviren sind weltweit verbreitet, Überträger sind Nagetiere. Entsprechend kann man nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) überall dort auf das Virus treffen, wo sich Mäuse, Ratten und Co. herumtreiben. Und es ist kein direkter Kontakt mit den Tieren nötig, die Viren stecken nämlich in den Ausscheidungen sowie im Speichel infizierter Nager.
Menschen können sich etwa infizieren, wenn mit Kot kontaminierter Staub aufgewirbelt und eingeatmet wird. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet laut FLI wahrscheinlich nicht statt. Die Infektionsgefahr ist in den Monaten Mai bis September am höchsten.
Etwa bei:
Laut FLI verläuft die Virusinfektion häufig ohne Symptome oder so leicht, dass sie Betroffenen nicht auffällt. Der Schweregrad des Verlaufs hänge auch von der Art des Hantavirus ab.
Mitteleuropäische Hantavirus-Arten verursachen demnach grippeähnliche Erkrankungen, mit über drei bis vier Tage anhaltendem hohen Fieber sowie Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. In einer nächsten Krankheitsphase können dem Institut zufolge Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen auftreten. Bei Verdacht auf eine Infektion sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.
Wo keine Nager, da vermutlich keine Gefahr durch Hantaviren. Deswegen ist der beste Schutz Prävention – das heißt, Mäuse und Ratten gar nicht erst in die Nähe lassen. Laut FLI geht das mit Ordnung, Vorratsbehältern und Kontrolle, zum Beispiel: