| Verena Schmidt |
| 16.07.2026 08:00 Uhr |
Warzen sind harmlos, aber lästig – besonders bei Kindern treten sie häufig auf. / © Adobe Stock/Tanya Ivanova
Warzen sind gutartige Hautwucherungen, die von unterschiedlichen Viren, meist humanen Papillomaviren, verursacht werden. Kinder sind besonders oft betroffen. Schätzungen gehen davon aus, dass bis zu ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen mindestens einmal eine Warze hat. Bei Erwachsenen sind sie mit schätzungsweise 3 bis 5 Prozent deutlich seltener.
Die Viren dringen über kleine Risse oder Verletzungen in die Haut ein und regen die Zellen zur übermäßigen Teilung an. Weil besonders Kinder viel Hautkontakt untereinander haben, geben sie das Virus häufig weiter. Aber auch beim Barfußlaufen oder wenn die Haut jetzt im Sommer beim Schwimmen leicht mazeriert ist, haben die Viren leichtes Spiel. Das gilt auch bei gestörter Hautbarriere, also etwa bei Neurodermitis oder bei sehr trockener Haut sowie bei geschwächter Immunabwehr.
Behandeln muss man die kleinen Hautknubbel nicht unbedingt, zumal sie ohnehin häufig von selbst ausheilen, vor allem bei Kindern. Man kann oft einfach abwarten, das Immunsystem wird oft nach einigen Wochen oder Monaten selbst aktiv und beseitigt die Warze. Wichtiger Hinweis für Kinder und Eltern: Nicht ausdrücken, denn die Flüssigkeit, die dabei austritt, enthält eine hohe Virenkonzentration und ist daher ziemlich ansteckend. Sollte die Warze aber stören, schmerzen oder sich vermehren, ist eine Behandlung anzuraten.
Am häufigsten treten vulgäre Warzen, auch gewöhnliche Warzen genannt, auf. Sie befinden sich meist am Finger, Handrücken oder Nagelwall und haben eine raue Oberfläche. Sie werden etwa so groß wie ein Stecknadelkopf, können aber auch bis zur Größe einer Erbse wachsen. Eine Unterform der vulgären Warze ist die Dornwarze: Sie ist meist an Fußsohlen oder Fersen zu finden und wächst in die Tiefe, was beim Gehen schmerzen kann. Diese beiden recht unkomplizierten Warzentypen können bei Erwachsenen und auch bei Kindern meist in der Selbstmedikation behandelt werden. In der Apotheke stehen dafür verschiedene rezeptfreie Optionen zur Verfügung.