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Training für das Immunsystem
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Wenn Kinder in der Kita oft krank werden

Etliche Eltern hat es schon verzweifeln lassen: Kaum in der Kita eingewöhnt, sitzt der Knirps schon wieder daheim – mit Fieber, Ausschlag, Husten. Ganz normal, sagen Forscher, und haben Trost parat.
AutorKontaktdpa
Datum 28.03.2026  11:00 Uhr
Alle zwei Wochen ein Infekt – ganz normal

Alle zwei Wochen ein Infekt – ganz normal

Statistiken gebe es in Deutschland nicht, aber aus dem Alltag von Kinderärzten lasse sich bestätigen, dass Kleinkinder im ersten Betreuungsjahr besonders oft krank sind, sagte Brunnert. Alle zwei Wochen ein banaler Infekt sei gerade in den Wintermonaten völlig normal. »Banal bezieht sich hier auf die Schwere der Erkrankung, nicht auf die daraus entstehende Belastung in der Familie.«

»Neugeborene verfügen dank der von der Mutter übertragenen Antikörper über einen gewissen Schutz vor Infektionen, doch dieser lässt im ersten Lebensjahr nach«, erklärte UCL-Forscher Leo Swadling, einer der Autoren. Dadurch würden Kleinkinder anfälliger für Infektionen. Ihr unerfahrenes Immunsystem sei etlichen Erregern noch nie begegnet – Kitas seien dann eine Art Bootcamp und bauten die Widerstandskraft für die Folgejahre auf.

Wann darf das Kind wieder in die Kita?

Zentral sei, dass Eltern ihre Kinder zu Hause behalten, solange sie krank sind – und je nach Art der Infektion auch noch ein oder zwei Tage danach, sagte Mitautorin Charlotte Houldcroft von der Universität Cambridge. »Auch wenn Infektionen in der Kindertagesstätte normal und weit verbreitet sind, ist es wichtig, alles zu tun, um ihre Ausbreitung einzudämmen.«

Leider komme es gelegentlich vor, dass Kinder verfrüht wieder in die Kita gebracht würden, sagte Brunnert. »Dies wird weder dem Kind noch dem Betreuungspersonal gerecht.« Es gebe eine einfache Regel zur Orientierung: »Wenn das Kind 24 Stunden frei von Symptomen wie Fieber oder Durchfall ist und Eltern abends feststellen: ›Heute wäre es fit gewesen für die Kita‹, dann darf es am nächsten Tag wieder gehen.«

Die Forscher um van Dorp betonen auch, dass Impfungen nach wie vor der beste Schutz vor Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps, Röteln und Windpocken sind. »Impfungen senken die Krankheitslast und sind derzeit unser bestes Mittel zur Vorbeugung und Linderung von Kinderkrankheiten.«

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