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Wechseljahre erhöhen das Diabetesrisiko
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Wie Frauen gegensteuern können

Das Hormon Östrogen zieht sich in den Wechseljahren nach und nach raus. Das hinterlässt ein erhöhtes Risiko für verschiedene Erkrankungen. Dazu gehört auch Typ-2-Diabetes. Was tun, um gegenzusteuern?
AutorKontaktdpa
Datum 16.10.2026  10:00 Uhr

Die Wechseljahre krempeln den Hormonhaushalt von Frauen ganz schön auf links. Was viele Frauen dabei aber nicht auf dem Schirm haben: Dadurch steigt das Risiko für Typ-2-Diabetes. Zwar verursachen die Wechseljahre die Stoffwechselerkrankung nicht direkt, wie die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) klarstellt. Doch die hormonellen Umstellungen sorgen unter anderem dafür, dass der Körper mehr Bauchfett einlagert, die Insulinempfindlichkeit sinkt und der Blutdruck ansteigt. Alles Bedingungen, unter denen ein Typ-2-Diabetes wahrscheinlicher wird.

Das gilt insbesondere für Frauen, die

  • bereits einen Schwangerschaftsdiabetes hatten
  • frühzeitig in die Wechseljahre gekommen sind
  • eine familiäre Vorbelastung haben, also eines oder beide Elternteile von Diabetes betroffen sind oder waren
  • übergewichtig sind

Was Frauen in der Arztpraxis checken lassen sollten

Tückisch: Die Stoffwechselstörung macht sich erst bemerkbar, wenn sie bereits fortgeschritten ist. Typische Symptome sind dann vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen, schlecht heilende Wunden und Müdigkeit.

Besser ist aber, ihr früher auf die Spur zu kommen. Die DDG rät Frauen in der Lebensmitte daher, ihren Stoffwechsel in der Arztpraxis durchchecken zu lassen. Konkret liefern Blutzucker-, Blutfett- und Leberwerte, der Blutdruck, das Gewicht und der Taillenumfang entscheidende Hinweise, wie es um die Stoffwechselgesundheit und das Diabetesrisiko steht.

So schützen Frauen ihren Stoffwechsel in den Wechseljahren

Frauen können für ihre Stoffwechselgesundheit einiges selbst tun. Zwei- bis dreimal pro Woche Krafttraining in den Alltag einzubauen, zum Beispiel. Muskeln bedienen sich quasi am Zucker in unserem Blut. Je besser sie trainiert sind, desto besser funktioniert das – eine Entlastung für die Bauchspeicheldrüse, die Insulin produziert. Wichtig: Bei Krafttraining allein sollte es nicht bleiben. Optimal ist die Kombination mit Ausdaueraktivitäten wie Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen.

Geht es um die Ernährung, setzen Frauen auf viel Gemüse und Ballaststoffe sowie auf pflanzliche Fette, rät die DDG. Bei Zucker und Fertigprodukten hält man sich lieber zurück. Nicht zuletzt profitiert der Stoffwechsel auch von ausreichend Schlaf und einem guten Stressmanagement.

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