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Vitaminwasser im Check
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Wie gesund sind Wasser mit Vitaminen und Fruchtzusätzen?

Wasser ist der gesündeste Durstlöscher. Für viele ist es aber auch der langweiligste. Das weiß auch die Getränkeindustrie und bietet eine große Auswahl an aufgepeppten Wässern an. Sie werben mit Kräuter- oder Fruchtzusätzen, Mineralstoffen, einer Extra-Portion Vitamine. Doch sind diese Getränke wirklich so gesund, wie die Werbung uns suggerieren will?
AutorKontaktdpa
Datum 28.07.2026  14:00 Uhr

Es kommt darauf an, was da genau in der Flasche ist, so das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). Immerhin: Weil die Wässer mit Geschmack oft kalorienarm sind, können sie »hin und wieder eine Alternative zu Wasser sein«, schreiben die Ernährungsexperten. Einen gesundheitlichen Vorteil durch die zugesetzten Pflanzenextrakte, Vitamine und Mineralstoffe sollte man aber nicht erwarten.

Pflanzenextrakte im Wasser: Meist nur für Farbe statt Geschmack

So gesund und schmackhaft Extrakte aus Zitronengras, Sanddorn, Ingwer oder Guarana auf der Zutatenliste auch klingen: Meist sind laut dem BZfE nur geringe Mengen davon in den Getränken enthalten. Sie dienen damit eher der Farbe als dem Geschmack. Letzterer wird meist mit Aromen oder Süßungsmitteln verstärkt, erklären die Ernährungsexperten.

Verbraucherschützer sehen Vitaminzusätze kritisch

Auch von Vitaminzusätzen lässt man sich besser nicht blenden. Die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt hat sich für einen Marktcheck im Mai 2026 insgesamt 35 »Vitaminwasser« näher angeschaut.

Häufig zugesetzt waren demnach Pantothensäure (Vitamin B5), Niacin (Vitamin B3), Pyridoxin (Vitamin B6) und Biotin (Vitamin B7). Die Hersteller waren mitunter großzügig: Bei zwölf Vitaminwässern überschritt bereits eine Flasche die empfohlene Tageszufuhr einzelner Vitamine, heißt es von den Verbraucherschützern. »Ein gesundheitlicher Mehrwert über die normalen Körperfunktionen hinaus ist dadurch jedoch nicht zu erwarten.« Überschüssige wasserlösliche Vitamine landen über den Urin in der Toilette.

Auch das BZfE betrachtet die Vitaminzusätze kritisch. Eine ungezielte Aufnahme verschiedener Vitamine durch solche Getränke sei weder notwendig noch sinnvoll. Wer sich ausgewogen ernährt, ist mit Vitaminen in aller Regel gut versorgt. Und allen mit einem nachgewiesenen Mangel helfen am besten gezielt mit entsprechenden Präparaten nach.

Zucker und Süßungsmittel genau prüfen

In jedem Fall lohnt ein Blick auf die Zutatenliste. Zum Beispiel, um zu prüfen, ob Zucker, Fruchtzucker, Traubenzucker oder Honig dort auftauchen. Wer einen möglichst kalorienarmen Durstlöscher sucht, ist damit nicht so gut bedient. Gut zu wissen: Getränke bis maximal 20 kcal pro 100 Milliliter dürfen sich als »kalorienarm« bezeichnen.

Wässer mit Süßungsmitteln sind zwar kalorienärmer als zuckerhaltige Varianten. Dennoch raten Verbraucherschützer dazu, sie nur in Maßen zu trinken – unter anderem, weil man dadurch an Süße gewöhnt bleibt.

Wasser mit Geschmack selbst machen: Günstige und gesunde Alternative

Wer Wasser pur kaum herunterbekommt, kann sich auch selbst ein Wasser mit Geschmack zusammenmischen. Oft reicht schon ein Schuss Frucht- oder Gemüsesaft, etwas abgekühlter Früchte- oder Kräutertee, Ingwer, Zitrone oder Minze, um Wasser interessanter zu machen, so das BZfE.

Die DIY-Variante ist zudem deutlich günstiger. Wasser mit Geschmack kosten im Handel teilweise über 2 Euro pro Liter.

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