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Schlaflos durch die Nacht
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Wie Menschen wieder Ruhe finden

Nachts nicht ein- oder durchschlafen können, morgens um 4 Uhr wach werden – das ist ein Albtraum, wenn es zur Regel wird. Mehr Frauen als Männer sind betroffen. Dabei spielen auch die Wechseljahre eine wichtige Rolle.
AutorKontaktIsabel Weinert
Datum 10.04.2026  16:00 Uhr

Das Denken ändern

Laut S3-Leitlinie »Insomnie bei Erwachsenen« ist die sogenannte Kognitive Verhaltenstherapie bei Insomnie (KVT-I) für Frauen in den Wechseljahren sowie für alle anderen Erwachsenen mit Schlafstörungen immer das Mittel der ersten Wahl. In der Behandlung sollen Menschen ungesunde Verhaltensmuster erkennen und gesunde erlernen. Am besten findet die Therapie in Präsenz statt, digitale Gesundheitsanwendungen kommen aber ebenfalls zum Einsatz.

Wie gehen Therapierende bei einer KVT-I vor? Zunächst sollen Patienten in einem Schlaftagebuch über mehrere Wochen erfassen, wann sie zu Bett gehen, wie lange sie schlafen und wie oft und lange sie wach liegen. Therapierende erklären ihnen, wie Schlaf funktioniert, also etwa, dass es eines Schlafdrucks, also einer ausreichend großen Müdigkeit bedarf, um einschlafen zu können.

Das sachliche Wissen über den Schlaf kann helfen, Ängste zu verringern und Betroffenen ein realistisches Bild zu vermitteln. Dazu gehört, dass kein Mensch zwingend sieben oder acht Stunden schlafen muss, um sich erholt zu fühlen. Mitunter setzen sich Menschen mit derartigen Gedanken so unter Druck, dass das zur Schlafstörung beiträgt. Auf diese Phase der Diagnostik und Psychoedukation folgen verhaltensbezogene Maßnahmen. Sie umfassen die Stimuluskontrolle, bei der geübt wird, das Zubettgehen wieder mit Schlafen und nicht mit Grübeln und Wachliegen zu verknüpfen. Das heißt, der Mensch geht wirklich erst ins Bett, wenn er richtig müde ist und steht wieder auf, wenn er nach 15 bis 20 Minuten noch nicht schläft.

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