| Isabel Weinert |
| 10.04.2026 16:00 Uhr |
Speziell bei Frauen steigt mit den Wechseljahren das Risiko für eine autoimmune Erkrankung der Schilddrüse. Führt sie in eine Überfunktion, kann auch das deutlich den Schlaf beeinträchtigen und symptomatisch ähnlich wie Wechseljahresbeschwerden daherkommen. Deshalb ist es sinnvoll, mit der Messung von TSH, FT3 und FT4 den Zustand der Schilddrüse abklären zu lassen.
Nicht zuletzt können Sorgen zu Schlafstörungen führen. Sie können wirklich Gewicht haben oder bei Frauen auch hormonell bedingt unüberwindbar erscheinen. Das Alter, in dem Schlafstörungen häufiger auftreten, ist eines, das viele weitere Herausforderungen mit sich bringt: vom Altern an sich über neue Krankheiten, die Sorge um die alten Eltern und die Furcht vor der nahenden Rente. Frauen haben es dann insofern einfacher, weil sie geübt sind darin, Kontakte zu pflegen und aus ihrem lange gewobenen sozialen Netz Hilfe bekommen. Männern fällt das häufig schwerer. Auch sich Schlafstörung einzugestehen und bei einem Arzt anzusprechen, können Frauen besser als Männer. Hier können PTA ermuntern, den quälenden Zustand des Schlafmangels nicht stoisch zu ertragen, sondern Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn Schlaf ist für alle Menschen ein ganz entscheidender Faktor dafür, im Alltag mit Kraft und Zuversicht das Leben meistern zu können.
Experten raten davon ab, dass Menschen mit Schlafstörungen ihren Schlaf tracken. Warum? Wer ohnehin schon schlecht schläft, muss nicht noch versuchen, mittels Tracking zu optimieren. Das erhöht nur den Druck, den man auf sich selbst ausübt. Zudem fördern die Ergebnisse des Trackers das Grübeln darüber, etwa, warum man so kurze Tiefschlafphasen hat. Das ist aber überhaupt nicht sinnvoll, sondern belastend. Über das Tracking von Körperfunktionen können Menschen überdies das natürliche Gefühl für ihren Körper verlieren. Denn eigentlich spürt man selbst, wie ausgeschlafen man sich fühlt, ganz unabhängig von den Informationen des Trackers. Dieses natürliche Gefühl ist ganz wichtig, denn nicht immer führt eine laut Tracking schlechte Nacht auch zu einem schlechten Tag – und umgekehrt.