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Sexuelle Gesundheit
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10 Mythen und Fakten zu sexuell übertragbaren Infektionen

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind wieder auf dem Vormarsch. Umso wichtiger sind wirksame Aufklärung und Prävention. Darauf weist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) anlässlich des Welttags der sexuellen Gesundheit am 4. September hin. Denn rund um STI und Safer Sex kursieren nach wie vor zahlreiche falsche Annahmen. Das Institut räumt mit zehn verbreiteten Mythen auf.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 04.09.2026  08:00 Uhr

Mythos 2: »Syphilis spielt heute keine Rolle mehr.«

Fakt: Syphilis (Lues) wird durch Bakterien verursacht und ist nach wie vor weltweit verbreitet. Im Jahr 2025 meldete das Robert-Koch-Institut allein für Deutschland rund 9700 Erkrankungen – was einen neuen Höchststand bedeutet.

Syphilis wird beim Sex sehr leicht durch Kontakt- oder Schmierinfektionen übertragen. Eine Infektion kann über längere Zeit kaum Beschwerden verursachen, sodass sie lange unbemerkt bleiben kann. Rechtzeitig erkannt und behandelt lässt sich Syphilis mit Antibiotika behandeln und heilen. Geschieht das nicht, müssen Betroffene mit schweren gesundheitlichen Folgen rechnen: Innere Organe, das Herz-Kreislauf-System und das Gehirn können lebensgefährlich geschädigt werden. Auch das Risiko einer HIV-Übertragung kann durch eine Syphilis-Infektion erhöht sein.

Mythos 3: »Man kann sich immer nur einmal anstecken.«

Fakt: Bei vielen STI ist eine erneute Ansteckung möglich – auch nach einer erfolgreichen Behandlung. Eine Ausnahme ist die Hepatitis B: Nach einer vollständig durchgemachten Infektion besteht in der Regel eine langfristige Immunität.

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