| Katja Egermeier |
| 04.09.2026 08:00 Uhr |
Fakt: Syphilis (Lues) wird durch Bakterien verursacht und ist nach wie vor weltweit verbreitet. Im Jahr 2025 meldete das Robert-Koch-Institut allein für Deutschland rund 9700 Erkrankungen – was einen neuen Höchststand bedeutet.
Syphilis wird beim Sex sehr leicht durch Kontakt- oder Schmierinfektionen übertragen. Eine Infektion kann über längere Zeit kaum Beschwerden verursachen, sodass sie lange unbemerkt bleiben kann. Rechtzeitig erkannt und behandelt lässt sich Syphilis mit Antibiotika behandeln und heilen. Geschieht das nicht, müssen Betroffene mit schweren gesundheitlichen Folgen rechnen: Innere Organe, das Herz-Kreislauf-System und das Gehirn können lebensgefährlich geschädigt werden. Auch das Risiko einer HIV-Übertragung kann durch eine Syphilis-Infektion erhöht sein.
Eine unbehandelte Syphilis verläuft in drei Stufen. Die Beschwerden können dabei zwischenzeitlich wieder verschwinden, obwohl die Infektion weiterhin besteht.
Fakt: Bei vielen STI ist eine erneute Ansteckung möglich – auch nach einer erfolgreichen Behandlung. Eine Ausnahme ist die Hepatitis B: Nach einer vollständig durchgemachten Infektion besteht in der Regel eine langfristige Immunität.