| Katja Egermeier |
| 04.09.2026 08:00 Uhr |
Fakt: Auch in festen Beziehungen kann es sinnvoll sein, über sexuelle Gesundheit und Schutzmöglichkeiten zu sprechen – besonders zu Beginn einer neuen Beziehung. Vertrauen allein ersetzt keine informierte gemeinsame Entscheidung. Wer seinen STI-Status nicht kennt, kann sich bei Bedarf testen lassen und gemeinsam mit dem Partner oder der Partnerin über geeignete Schutzmaßnahmen entscheiden.
Fakt: Auch beim Oralverkehr können STI wie Gonorrhö, Syphilis, Herpes oder HPV übertragen werden. Das Risiko hängt von der jeweiligen Infektion und Sexualpraktik ab. Es ist relativ gering, aber nicht null.
Fakt: Viele STI verlaufen zunächst ohne Symptome oder nur mit leichten Beschwerden. Das gilt zum Beispiel für Chlamydien und kann auch bei anderen Infektionen der Fall sein. Ob eine STI vorliegt, lässt sich deshalb nicht zuverlässig anhand möglicher Beschwerden beurteilen. Je nach Erreger kann ein gezielter Test Klarheit schaffen.
Leider sind die Symptome einer STI nicht immer eindeutig. Viele Symptome können auch andere Ursachen haben. Außerdem verschwinden bei manchen STI die Anzeichen zeitweise wieder, obwohl die Infektion weiterhin besteht.
Fakt: Kondome sind eine wichtige Maßnahme, um das Risiko einer Ansteckung mit HIV und anderen STI zu senken. Sie sind aber nicht die einzige Möglichkeit, sich zu schützen.
Je nach Situation können auch Impfungen, die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) oder Lecktücher sinnvoll sein. Gegen einige STI, darunter HPV sowie Hepatitis A und B, stehen Impfungen zur Verfügung. Auch offene Gespräche über sexuelle Gesundheit und Schutz spielen eine wichtige Rolle.