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Sexuelle Gesundheit
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10 Mythen und Fakten zu sexuell übertragbaren Infektionen

Sexuell übertragbare Infektionen (STI) sind wieder auf dem Vormarsch. Umso wichtiger sind wirksame Aufklärung und Prävention. Darauf weist das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) anlässlich des Welttags der sexuellen Gesundheit am 4. September hin. Denn rund um STI und Safer Sex kursieren nach wie vor zahlreiche falsche Annahmen. Das Institut räumt mit zehn verbreiteten Mythen auf.
AutorKontaktKatja Egermeier
Datum 04.09.2026  08:00 Uhr

Mythos 4: »In einer festen Beziehung muss man sich über STI keine Gedanken machen.«

Fakt: Auch in festen Beziehungen kann es sinnvoll sein, über sexuelle Gesundheit und Schutzmöglichkeiten zu sprechen – besonders zu Beginn einer neuen Beziehung. Vertrauen allein ersetzt keine informierte gemeinsame Entscheidung. Wer seinen STI-Status nicht kennt, kann sich bei Bedarf testen lassen und gemeinsam mit dem Partner oder der Partnerin über geeignete Schutzmaßnahmen entscheiden.

Mythos 5: »Bei Oralsex besteht kein Ansteckungsrisiko.«

Fakt: Auch beim Oralverkehr können STI wie Gonorrhö, Syphilis, Herpes oder HPV übertragen werden. Das Risiko hängt von der jeweiligen Infektion und Sexualpraktik ab. Es ist relativ gering, aber nicht null.

Mythos 6: »Wenn ich nichts merke, habe ich auch keine STI.«

Fakt: Viele STI verlaufen zunächst ohne Symptome oder nur mit leichten Beschwerden. Das gilt zum Beispiel für Chlamydien und kann auch bei anderen Infektionen der Fall sein. Ob eine STI vorliegt, lässt sich deshalb nicht zuverlässig anhand möglicher Beschwerden beurteilen. Je nach Erreger kann ein gezielter Test Klarheit schaffen.

Mythos 7: »Safer Sex heißt immer: mit Kondom.«

Fakt: Kondome sind eine wichtige Maßnahme, um das Risiko einer Ansteckung mit HIV und anderen STI zu senken. Sie sind aber nicht die einzige Möglichkeit, sich zu schützen.

Je nach Situation können auch Impfungen, die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) oder Lecktücher sinnvoll sein. Gegen einige STI, darunter HPV sowie Hepatitis A und B, stehen Impfungen zur Verfügung. Auch offene Gespräche über sexuelle Gesundheit und Schutz spielen eine wichtige Rolle.

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