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Rhinosinusitis
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Alarm in den Nebenhöhlen

Ein grippaler Infekt zieht nicht selten eine Entzündung der Nasennebenhöhlen nach sich. Die richtige Behandlung der Rhinosinusitis unterstützt die Heilung und kann einer Chronifizierung vorbeugen.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 28.10.2026  16:00 Uhr

Maßnahmen gegen akute Beschwerden

Um den Abfluss des Sekrets bei einer akuten Sinusitis zu erleichtern, helfen Nasenspülungen mit Kochsalzlösung, die Nebenhöhlen zu befreien (wie Emser® Salz). Abschwellende Sprays sollten nur kurzfristig über maximal sieben Tage zur Anwendung kommen, um eine Gewöhnung zu vermeiden (wie Otriven SinuSpray 0,1% Nasenspray). Für die Anwendung über einen längeren Zeitraum eignen sich Nasensprays mit Meersalzlösung (wie Bepanthen® Meerwasser Nasenspray). Enthaltenes Dexpanthenol befeuchtet und pflegt die Schleimhaut und unterstützt die Regeneration.

Auch pflanzliche Präparate etwa mit Myrtol (wie GeloMyrtol® forte), Cineol (wie Soledum® Kapseln forte, Sinoplan® forte) oder Primelextrakt (wie Sinupret® extract) können die Beschwerden lindern, indem sie die Selbstreinigung der Nebenhöhlen unterstützen. Bei stärkerer Symptomatik sind intranasale Corticosteroide eine Option. Gegen die Schmerzen helfen zusätzlich Ibuprofen, Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS).

In den meisten Fällen klingen sowohl virale als auch bakterielle Entzündungen ohne Komplikationen ab. Antibiotika sind nur selten nötig, zum Beispiel wenn die Beschwerden sehr stark sind, lange andauern oder Komplikationen zu befürchten sind. Für einzelne immunmodulierende Probiotika gibt es Hinweise, dass sie die Zahl der Rezidive verringern könnten.

Chronischer Verlauf

Häufiger als schwere Verläufe einer akuten Sinusitis sind anhaltende Beschwerden über mehrere Wochen oder gar Monate. Dauern die Symptome mehr als 12 Wochen an, spricht man von chronischer Rhinosinusitis. Dabei sind am häufigsten die Kieferhöhlen und die Siebbeinzellen betroffen, seltener die Stirnhöhle oder die Keilbeinhöhlen. Die chronische Rhinosinusitis gilt in Deutschland als Volkskrankheit. 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen.

Warum eine Sinusitis chronifiziert, ist in vielen Fällen unklar. Mögliche Ursachen sind ein geschwächtes Immunsystem, eine verkrümmte Nasenscheidewand, die zusätzlich erschwert, dass Sekret ablaufen kann, oder eine zusätzlich bestehende allergische Rhinitis. Auch Umweltgifte wie Zigarettenrauch können eine Chronifizierung fördern. Bei Patienten mit einer Unverträglichkeit gegen Acetylsalicylsäure (ASS) spielt mitunter die Einnahme des Analgetikums eine Rolle.

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