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Rhinosinusitis
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Alarm in den Nebenhöhlen

Ein grippaler Infekt zieht nicht selten eine Entzündung der Nasennebenhöhlen nach sich. Die richtige Behandlung der Rhinosinusitis unterstützt die Heilung und kann einer Chronifizierung vorbeugen.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 28.10.2026  16:00 Uhr

Polypen der Schleimhaut

Eine chronische Sinusitis ist für Betroffene meist sehr belastend. Neben dem Druckgefühl im Bereich des Gesichts, den Kopfschmerzen und der erschwerten Nasenatmung ist oft auch der Geruchssinn vermindert. Bei einem Teil der Patienten bilden sich Aussackungen der Schleimhaut, sogenannte Nasenpolypen. Diese enthalten Entzündungszellen, die spezielle Proteine produzieren. Sie halten das Entzündungsgeschehen in den Polypen dauerhaft aufrecht.

Um die Beschwerden zu lindern und vor allem besser atmen zu können, wünschen sich manche Patienten Abhilfe durch abschwellende Nasensprays. Bei chronischen Beschwerden sollen diese jedoch nicht zur Anwendung kommen, da sich durch die Dekongestiva eine Rhinitis medicamentosa entwickeln kann. Dabei schwillt die Schleimhaut dauerhaft an, sodass sich die Symptome weiter verstärken. Die Verwendung von kortisonhaltigen Nasensprays und regelmäßigen Nasenduschen gilt bei der chronischen Sinusitis als Mittel der Wahl.

Bei schweren Verläufen mit Nasenpolypen kann zusätzlich eine Immuntherapie sinnvoll sein. Dabei kommen Biologika zum Einsatz, die hochspezifisch Botenstoffe der Entzündung hemmen. Der erste entsprechende monoklonale Antikörper Dupilumab (Dupixent®) zur Behandlung der chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen erhielt 2019 in Deutschland die Zulassung.

Inzwischen stehen mit Omalizumab (Xolair®) und Mepolizumab (Nucala®) weitere Biologika bei chronischer Rhinosinusitis zur Verfügung. Sie wirken in der Regel sehr gut gegen die Entzündung. Da die chronische Entzündung nach dem Absetzen häufiger wieder aktiv wird, ist derzeit oft eine längerfristige Behandlung erforderlich. Die optimale Therapiedauer wird noch untersucht.

Um zu entscheiden, welche Therapie bei einer chronischen Sinusitis im Einzelfall infrage kommt, wird von ärztlicher Seite die Krankengeschichte ausführlich erhoben, eine Nasenendoskopie und gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie Computertomografie, digitale Volumentomografie oder Kernspintomografie durchgeführt.

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