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Rhinosinusitis
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Alarm in den Nebenhöhlen

Ein grippaler Infekt zieht nicht selten eine Entzündung der Nasennebenhöhlen nach sich. Die richtige Behandlung der Rhinosinusitis unterstützt die Heilung und kann einer Chronifizierung vorbeugen.
AutorKontaktBarbara Döring
Datum 28.10.2026  16:00 Uhr

Gäbe es keine Nasennebenhöhlen, hätte der Mensch deutlich schwerer an seinem Schädel zu tragen. Die luftgefüllten Räume verringern das Gewicht des Knochens, können aber auch das Leben schwer machen. Nämlich dann, wenn sich bei einem grippalen Infekt die Entzündung aus der Nasenhöhle in die mit ihr verbundenen Nebenhöhlen ausbreitet. Die Rede ist von einer Rhinosinusitis. Dabei schwillt die Schleimhaut in den Hohlräumen an und das Sekret kann nicht mehr über die Nase oder den Rachen ablaufen. Die Verbindungen zwischen Nasenhöhle und Nasennebenhöhlen verengen sich oder verschließen sich sogar vollständig.

Durch die verstopfte Nase ist die Nasenatmung erschwert und es besteht ein drückender Schmerz, der sich bis zur Stirn, um die Augen herum oder zum Oberkiefer ausbreitet. Der Schmerz und das Druckgefühl verstärken sich typischerweise, wenn Patienten den Kopf nach vorne beugen. Sind die Beschwerden ungewöhnlich stark, halten sie länger ohne Besserung an oder kommt hohes Fieber hinzu, können das Zeichen dafür sein, dass sich zusätzlich zum viralen Infekt eine bakterielle Infektion aufgesetzt hat. In diesem Fall sollten Patienten ärztlichen Rat holen.

Eine akute Rhinosinusitis heilt in der Regel nach ein bis zwei Wochen wieder aus. Bei manchen Patienten kehrt die Entzündung immer wieder. Treten die Beschwerden häufiger als viermal im Jahr auf, während sie zwischenzeitlich vollständig abklingen, spricht man von rezidivierender Rhinosinusitis. In seltenen Fällen kann sich die Entzündung auf andere Bereiche wie die Augen, die Ohren oder das Gehirn ausdehnen. Hohes Fieber, Schwellungen an den Augen, Hautrötungen, starker Gesichtsschmerz, Ohrenschmerzen oder Nackensteife sind typische Zeichen dafür. Dann ist dringend ärztliche Hilfe gefragt. Das Geschehen kann dann lebensgefährlich werden.

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