Um diese Spirale zu durchbrechen, braucht es kleine Erfolgserlebnisse: Betroffene sollten sich Veränderungen schrittweise annähern, um zu erleben, dass sie die Situation bewältigen können.
Einfacher ist das Häfner zufolge, wenn man währenddessen in anderen Lebensbereichen feste Routinen beibehält, die Stabilität vermitteln. Etwa was Schlafenszeiten, Mahlzeiten oder regelmäßige Bewegung angeht. »Kontraproduktiv wird es hingegen, wenn Routinen dazu dienen, Neues komplett zu umgehen«, so der Arzt.
Wer den Umgang mit Neuem übt, sollte realistische Ansprüche an sich selbst stellen und genügend Zeit für Erholung einplanen. Auch soziale Unterstützung ist ratsam, etwa dass eine vertraute Person in einer ungewohnten Situation begleitet. Ängste und Überforderung sollten Betroffene frühzeitig ansprechen. Entspannungstechniken können helfen, sich bei Veränderungen sicherer zu fühlen. Bei hohem Leidensdruck kann auch eine psychotherapeutische Begleitung sinnvoll sein.