| Verena Schmidt |
| 24.04.2026 08:00 Uhr |
Bei der Frage, wann Beikost eingeführt wird, kommt es ohnehin nicht allein auf das Alter des Kindes an, sondern vor allem auf den individuellen Entwicklungsstand. Dass es Zeit für den ersten Brei wird, erkennen Eltern an den sogenannten Beikostreifezeichen:
Ist das Baby bereit, kommt als erster Brei traditionell der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei auf den Löffel. Zur Einführung bekommt das Kind als Mittagsmahlzeit zunächst einige Löffelchen fein püriertes Gemüse angeboten. Viele Eltern starten mit Karottenmus, es kann aber auch ein anderes gut verträgliches Gemüse sein wie Kürbis, Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Pastinake oder Zucchini. Anschließend erhält das Baby wie gewohnt Muttermilch beziehungsweise Prenahrung, bis es satt ist.
Die Menge an Gemüsebrei wird in den folgenden Tagen langsam auf 100 g gesteigert. Dann wird zunächst eine gegarte Kartoffel und ein Esslöffel Rapsöl ergänzt und zu guter Letzt kommen 30 g mageres Fleisch und 1,5 Esslöffel Obstsaft hinzu.
Bei den Breizutaten ist Variation erwünscht: Die Gemüsesorten sollten sich abwechseln, die Kartoffeln können mal durch Nudeln, Reis oder andere Getreidesorten ersetzt werden. Fisch, auch fettreicher Fisch wie Lachs, kann statt Fleisch ein bis zwei Mal die Woche gefüttert werden. Als Ersatz für den fleischhaltigen Brei kann auch ein vegetarischer Gemüse-Kartoffel-Getreide-Brei mit Zugabe eines Vitamin-C-reichen Safts oder Obstpüree gegeben werden.
Nach etwa einem Monat – die Dauer variiert von Kind zu Kind – ist idealerweise eine ganze Milchmahlzeit durch den Brei zu ersetzen. Wenn das Baby die ganze Breimenge schafft, braucht es danach nicht mehr gestillt werden beziehungsweise eine Flasche bekommen.