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Beikost
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Babys erster Speiseplan

Sechs Monate ausschließlich stillen und dann erst Beikost einführen – so lautet die neue Empfehlung der ersten deutschen S3-Leitlinie zur Stilldauer. Kinderärzte sehen dies jedoch kritisch und eine andere Leitlinie rät zu einem deutlich früheren Beikost-Start. Was sollen Eltern davon halten?
AutorKontaktVerena Schmidt
Datum 24.04.2026  08:00 Uhr

Hygiene rund um den Brei

Da Babys Immunsystem noch nicht ausgereift ist und Keime daher schlecht abwehren kann, ist eine sorgfältige Hygiene rund um das Füttern und die Zubereitung der Beikost entscheidend. Wer fertige Gläschen verwendet, sollte das Kind beispielsweise nicht direkt daraus mit dem Löffel füttern. Besser: Eine kleine Menge in eine Schüssel füllen, damit Keime nicht aus dem Mund des Babys über den Löffel ins Gläschen gelangen. Der Breirest kann sonst nicht weiterverwendet werden. Auch sollten Erwachsene den Löffel nicht selbst ablecken, um keine Kariesbakterien auf das Kind zu übertragen.

Breireste können die Eltern prinzipiell ein bis drei Tage im Kühlschrank im geschlossenen Glas aufbewahren und weiter verfüttern. Einmal erhitzte Gläschenkost sollte aber grundsätzlich nicht aufbewahrt werden. Vor allem Gläschen, die Spinat enthalten, sollten wegen des hohen Nitratgehaltes grundsätzlich nicht noch einmal erwärmt werden. Zimmertemperatur reicht zum Füttern übrigens aus, die Breie müssen nicht zwangsläufig vor dem Essen erwärmt werden.

Wer die Breimahlzeiten selbst kocht, sollte alle Küchengeräte zuvor in der Spülmaschine bei 65 °C oder mit heißem Wasser und Spülmittel gründlich reinigen und wieder gut abspülen. Der selbstgekochte Brei kann im Kühlschrank (kälteste Zone, auf der Glasplatte über dem Gemüsefach) etwa 24 Stunden lang aufbewahrt werden.

Größere Mengen können auch portionsweise eingefroren werden. Der Brei sollte dazu nach dem Pürieren möglichst schnell herunterkühlen und dann rasch in das Gefrierfach kommen, damit sich Keime nicht vermehren können. Die eingefrorenen Breie halten sich dann bei -18 °C bis zu zwei Monate.

Unmittelbar vor dem Füttern sollte der Brei schnell aufgetaut werden, entweder im Wasserbad oder in der Mikrowelle, um Vitaminverluste zu vermeiden. Vor dem Füttern gut durchrühren und die Temperatur testen! Denn gerade in der Mikrowelle wird das Essen ungleichmäßig erhitzt und das Kind könnte sich verbrühen. Einmal aufgetaute Breiportionen dürfen nicht erneut erwärmt oder tiefgefroren werden.

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