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Häufige Todesursache
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Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute

Obwohl ein Herzinfarkt heute gut behandelbar ist, zählt er nach wie vor zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland. Denn die Symptome werden von vielen Betroffenen zunächst nicht richtig gedeutet. Dadurch vergeht wertvolle Zeit bis zum Behandlungsbeginn, in der das Herzmuskelgewebe unwiederbringlich abstirbt und ein tödliches Kammerflimmern auftreten kann.
AutorKontaktCarina Steyer
Datum 18.09.2023  12:30 Uhr

Kardiologische Reha empfohlen

Im Gegensatz zu früher fällt der Krankenhausaufenthalt für die meisten Herzinfarktpatienten nur noch kurz aus. Viele Patienten können bereits nach fünf Tagen nach Hause gehen, was mitunter dazu führen kann, dass die Erkrankung und die Notwendigkeit von Lebensstiländerungen unterschätzt werden. Experten empfehlen deshalb, nach einem Herzinfarkt eine kardiologische Rehabilitation in Anspruch zu nehmen. Hier erhalten Patienten Schulungen zur Erkrankung, zu körperlicher Aktivität und Training, zum Rauchstopp und zur medikamentösen Behandlung. Auch Physio- und Ernährungstherapie, Ergotherapie, Entspannungstraining und Stressbewältigung, sozialdienstliche Beratung, psychologische Betreuung, Pflege und Mobilisierung gehören zum Programm.

Ziel der Rehabilitation ist es, die körperliche Leistungsfähigkeit wiederzuerlangen und psychische Stabilität zu erreichen, um wieder in den Beruf oder in ein selbstständiges Leben im höheren Alter zurückkehren zu können und einem weiteren Herzinfarkt vorzubeugen. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Patienten, die an einer kardiologischen Rehabilitation teilgenommen haben, etwa 40 bis 50 Prozent seltener einen weiteren Herzinfarkt erleiden als die, die nicht teilgenommen haben. Derzeit nimmt jedoch nur etwa die Hälfte der Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine Rehabilitation in Anspruch.

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