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Als Apotheke zur Seite stehen
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Betreuung von Brustkrebspatienten

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau. Die Diagnose bedeutet in der Regel einen massiven Einschnitt ins Leben. Betroffene haben meist einen hohen Bedarf an Information und Unterstützung. PTA und Apotheker können hier einen wertvollen Beitrag leisten und diese Patientinnen in der Therapieumsetzung begleiten.
AutorKontaktKatja Renner
Datum 14.10.2020  16:00 Uhr

Gesprächseinstieg finden

Tumorerkrankungen zählen zu den Tabuthemen in der Apotheke. Wer Krebspatienten pharmazeutisch beraten möchte, muss oft erst einmal selber die eigene Betroffenheit und Ängste überwinden, bevor er die richtigen Fragen stellen kann. Eine einfache Eingangsfrage kann oft der Türöffner zu einem ausführlicheren Beratungsgespräch sein, zum Beispiel: »Wie vertragen Sie denn die Therapie?«, »Wie geht es Ihnen mit dem Medikament?«

Prinzipiell haben alle Krebspatienten ein hohes Interesse an Informationen und sind dankbar für jedes Beratungsangebot. Zu Behandlungsbeginn möchten Betroffene außerdem oft wissen, welche Nebenwirkungen zu erwarten sind. Nicht immer wird das beim Arzt intensiv besprochen. PTA und Apotheker sollten hier mithilfe der ABDA-Datenbank kompetent Auskunft geben, aber auch daran denken, die Adhärenz nicht zu gefährden. So sollte der Nutzen der Behandlung immer in den Mittelpunkt gestellt und Vorschläge zur Minderung von Nebenwirkungen gemacht werden.

Immer wieder fragen Patienten außerdem nach alternativen komplementär-onkologischen Maßnahmen, zu denen es keine Evidenz gibt. Hier sollten PTA und Apotheker Erwartungen der Patienten dämpfen und von nicht seriösen Therapiemethoden abraten. Oberstes Ziel sollte sein, die Patienten bei ihrer Therapie sinnvoll zu begleiten und Informationen und Hilfestellungen an die Hand zu geben. Denn Studien haben gezeigt, dass Patienten, die selber mit der Aufklärung und ihrem Wissenstand zur Erkrankung und Behandlung zufrieden sind, eine bessere Lebensqualität und eine geringere psychische Belastung haben sollen. Hier können Apotheker und PTA mit Kompetenz und Einfühlungsvermögen einen wichtigen Beitrag leisten.

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