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Das hilft, wenn’s schuppt

Die Kopfhaut stößt ständig alte Hautzellen ab – sichtbar werden diese jedoch erst, wenn sich mehrere zusammenschließen. Wer bei Kopfschuppen gut beraten möchte, muss genau hinhören: Sind die Schuppen trocken und rieselnd oder fettig und festhaftend?
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 21.07.2026  08:00 Uhr
Das hilft, wenn’s schuppt

Trockene Schuppen

  • rieseln fein von der Kopfhaut
  • bei Menschen, die zu trockener Haut neigen
  • begünstigt durch heißes Föhnen, häufiges Waschen mit heißem Wasser und austrocknende
  • Stylingprodukte wie Haarschaum oder Haarspray
  • Kopfhaut ist trocken, gereizt und juckt
  • häufig in den Wechseljahren sowie bei atopischer Dermatitis

Das hilft bei trockenen Schuppen

  • Haare nicht täglich waschen, nur lauwarmes Wasser verwenden
  • Haare möglichst lufttrocknen lassen
  • rückfettende Shampoos mit Harnstoff, Glycerin, Dexpanthenol oder Polidocanol, oft auch in Kombination (wie Dermasence Polaneth Shampoo, Eucerin® DermoCapillaire)
  • kosmetische Shampoos ohne belegte Wirkung können in leichten Fällen Linderung verschaffen

Fettige Schuppen

  • gelblich, größer und eher festhaftend
  • erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut
  • begünstigt durch hormonelle Umstellungen, etwa in der Pubertät
  • genetische Veranlagung, häufiger bei Männern
  • oft mit Rötung, Entzündung und Juckreiz verbunden
  • die Hefepilze Malassezia furfur und globosa, beide Bestandteil der physiologischen Hautflora, ernähren
  • sich von Fettsäuren des Talgs
  • Abbauprodukte wirken hautreizend
  • beschleunigte Hauterneuerung
  • Hornzellen verkleben mit Talg und Schweiß, es entstehen großflächige, fettige Schuppen
  • Juckreiz führt zu Kratzen und verstärkt die Entzündung

Das hilft bei fettigen Schuppen

  • Standard in der Behandlung: medizinische Shampoos oder Lösungen mit Antimykotika wie Ketoconazol (etwa Terzolin® 2% Lösung, Ketozolin®2 % Shampoo), Ciclopirox (wie Stieprox®) oder Clotrimazol (wie Cloderm® Shampoo)
  • Akuttherapie: nach dem Auftragen drei bis fünf Minuten einwirken lassen, zweimal pro Woche über vier Wochen anwenden
  • Rezidivprophylaxe: einmal wöchentlich anwenden
  • teilweise Kombination von Antimykotika mit keratolytischen Substanzen (wie in Stieproxal®)
  • ebenfalls wirksam: Octopirox® (Pirocton-Olamin etwa in Dermasence® Seborrha oder Adtop Shampoo), Selendisulfid (wie Selsun® Shampoo) und Zinkpyrithion (wie Ducray Squanorm Shampoo)
  • Vorsicht bei Selendisulfid: auf gründliches Ausspülen achten, da insbesondere bei hellem oder gefärbtem Haar Verfärbungen möglich sind
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