Die Kopfhaut stößt ständig alte Hautzellen ab – sichtbar werden diese jedoch erst, wenn sich mehrere zusammenschließen. Wer bei Kopfschuppen gut beraten möchte, muss genau hinhören: Sind die Schuppen trocken und rieselnd oder fettig und festhaftend?
begünstigt durch heißes Föhnen, häufiges Waschen mit heißem Wasser und austrocknende
Stylingprodukte wie Haarschaum oder Haarspray
Kopfhaut ist trocken, gereizt und juckt
häufig in den Wechseljahren sowie bei atopischer Dermatitis
Das hilft bei trockenen Schuppen
Haare nicht täglich waschen, nur lauwarmes Wasser verwenden
Haare möglichst lufttrocknen lassen
rückfettende Shampoos mit Harnstoff, Glycerin, Dexpanthenol oder Polidocanol, oft auch in Kombination (wie Dermasence Polaneth Shampoo, Eucerin® DermoCapillaire)
kosmetische Shampoos ohne belegte Wirkung können in leichten Fällen Linderung verschaffen
Fettige Schuppen
gelblich, größer und eher festhaftend
erhöhte Talgproduktion der Kopfhaut
begünstigt durch hormonelle Umstellungen, etwa in der Pubertät
genetische Veranlagung, häufiger bei Männern
oft mit Rötung, Entzündung und Juckreiz verbunden
die Hefepilze Malassezia furfur und globosa, beide Bestandteil der physiologischen Hautflora, ernähren
sich von Fettsäuren des Talgs
Abbauprodukte wirken hautreizend
beschleunigte Hauterneuerung
Hornzellen verkleben mit Talg und Schweiß, es entstehen großflächige, fettige Schuppen
Juckreiz führt zu Kratzen und verstärkt die Entzündung
Das hilft bei fettigen Schuppen
Standard in der Behandlung: medizinische Shampoos oder Lösungen mit Antimykotika wie Ketoconazol (etwa Terzolin® 2% Lösung, Ketozolin®2 % Shampoo), Ciclopirox (wie Stieprox®) oder Clotrimazol (wie Cloderm® Shampoo)
Akuttherapie: nach dem Auftragen drei bis fünf Minuten einwirken lassen, zweimal pro Woche über vier Wochen anwenden
Rezidivprophylaxe: einmal wöchentlich anwenden
teilweise Kombination von Antimykotika mit keratolytischen Substanzen (wie in Stieproxal®)
ebenfalls wirksam: Octopirox® (Pirocton-Olamin etwa in Dermasence® Seborrha oder Adtop Shampoo), Selendisulfid (wie Selsun® Shampoo) und Zinkpyrithion (wie Ducray Squanorm Shampoo)
Vorsicht bei Selendisulfid: auf gründliches Ausspülen achten, da insbesondere bei hellem oder gefärbtem Haar Verfärbungen möglich sind