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Familie
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Depression ansprechen, Kinder entlasten

Eltern wollen ihre Kinder instinktiv schützen und möglichst vor allem Unheil bewahren. Das kann unter anderem dazu führen, dass sie versuchen, eigene Erkrankungen – etwa Depressionen – vor dem Nachwuchs zu verheimlichen.
AutorKontaktdpa
Datum 11.07.2026  11:00 Uhr
Auf Signale für Parentifizierung achten

Auf Signale für Parentifizierung achten

Die Reaktionen eines Kindes auf die psychische Erkrankung eines Elternteils können sehr unterschiedlich auffallen. Zur Vorsicht rät Beschoner besonders, wenn Kinder dauerhaft versuchen, die Rolle eines Erwachsenen zu übernehmen. Diese Rollenumkehr in der Familie wird in der Fachsprache auch Parentifizierung genannt.

Übernehmen Kinder über längere Zeit Verantwortung, die nicht ihrem Alter entspricht, kann das zu einer problematischen Überforderung führen. Eltern sollten in einem solchen Fall Hilfe beim Haus- oder Kinderarzt, bei einer Erziehungsberatungsstelle oder auch in einer psychotherapeutischen Praxis suchen.

Unterstützung annehmen – wie Angehörige helfen können

Angehörige oder Freunde können Familien mit betroffenen Elternteilen etwa unterstützen, indem sie Kinder zum Sport fahren, Hausaufgaben begleiten oder einfach Zeit mit ihnen verbringen. Der Fachärztin zufolge brauchen Kinder das Gefühl, dass ihr Alltag stabil bleibt.

Wichtig: In akuten Krisen oder bei Hinweisen auf eine Selbstgefährdung sollten Angehörige sofort den psychiatrischen Krisendienst kontaktieren oder den Notruf 112 wählen. Kinder dürfen in solchen Ausnahmesituationen nicht auf sich allein gestellt sein.

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