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Zähneputzen beim Kind
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Diese Tipps helfen Eltern

Bekommt das Kind seinen ersten Zahn, gibt es eine neue Routine in seinem Leben: Zähneputzen. Doch die birgt für Familien Stresspotenzial. Eine Kinderzahnärztin und eine Erziehungsexpertin geben Tipps.
AutorKontaktdpa
Datum 10.09.2026  12:00 Uhr
Was tun, wenn sich das Kind wehrt und Zähneputzen zum Stress-Thema wird?

Was tun, wenn sich das Kind wehrt und Zähneputzen zum Stress-Thema wird?

Forschen Sie nach der Ursache. »Oft steckt Zeitdruck hinter Stress«, sagt Sozialpädagogin Mundt. Wenn es schnell gehen muss, sind alle angespannt. »Nehmen Sie sich deshalb morgens und abends genug Zeit fürs Zähneputzen.«

Manchmal haben die Kinder auch einfach keine Lust oder die Autonomie- oder »Trotzphase« kommt noch on top. Für Eltern ist dann wichtig, konsequent dranzubleiben, auch wenn starke Nerven nötig sind. Zum Machtkampf sollte das Thema Zähneputzen jedoch möglichst nicht werden.

»Versuchen Sie, eine entspannte Situation zu schaffen«, rät Dana Mundt. Das gelingt mit den bereits erwähnten spielerischen Elementen am besten. Tipp außerdem: Beteiligen Sie das Kind, indem es sich etwa eine schöne Zahnbürste selbst aussuchen darf.

Zähneputzen beim Kind: Darf das Putzen einmal ausfallen?

»Das ist keine gute Idee«, sagt Kinderzahnärztin Johanna Kant. Ihr Rat: Schauen Sie auch hier, woran es liegen könnte, dass das Kind quengelt. Vielleicht ist der Zeitpunkt ungünstig, weil es schon übermüdet ist? Dann suchen Sie einen anderen, schlägt die Expertin vor.

So könne man beispielsweise nach dem Mittagsschlaf gründlich putzen, sodass die Beläge herunter seien. Dann reiche vor dem Schlafengehen, kurz die Essensreste zu entfernen. Wichtig ist laut der Ärztin, dass zweimal am Tag geputzt wird, am besten morgens und abends. »Wenn die Zähne einmal am Tag richtig sauber werden, kann es das andere Mal auch flott gehen.«

Kind beim Zähneputzen festhalten: Ist das eine Option?

Fixieren die Eltern das Kind, um ihm gegen seinen Willen die Zähne zu putzen, löst diese Überrumpelung beim Kind massiven Stress aus. »Das hilft gar nicht, sondern baut nur Druck auf«, sagt Dana Mundt. »Das Kind erlebt einen Kontrollverlust und verbindet das Putzen mit negativen Gefühlen.« Selbst wenn so ein Durchsetzen Eltern kurzfristig zu helfen scheine, sollten sie bedenken, dass das kein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Kind und Eltern schaffe.

Unter besonderen Umständen kann laut Kinderzahnärztin Johanna Kant unterstützen und halten aber auch hilfreich sein. Etwa in schwierigen Phasen oder auch bei Kindern mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS). »Es geht aber nie um ein gewalttätiges Fixieren des Kopfes, sondern um Halt bieten«, sagt sie.

In der Kinderzahnarztpraxis könne genau gezeigt werden, wie man auch unter schwierigen Bedingungen schnell und gründlich putze. »Halten ist manchmal notwendig, aber nicht die Regel«, sagt die Expertin. »Und es sollte niemals mit Stress verbunden sein.«

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