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Herstellung von Suspensionen
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Entscheidend ist die Aufschüttelbarkeit

Bei den Rezepturtagen von Caelo in Hilden konnten PTA ihr Wissen in Theorie und Praxis auffrischen. Dabei ging es unter anderem um die Herstellung einer Suspension. Eigentlich Standard und doch manchmal vertrackt.
AutorKontaktCaroline Wendt
Datum 03.07.2026  08:00 Uhr

Sedimentation – aufstockend oder absetzend

Eine Suspension kann zum einen aufstockend und ungehindert sedimentieren. Dann wächst das Sediment kontinuierlich an, während sich die darüberstehende Flüssigkeit relativ langsam klärt. »Das ist das, was wir nicht wollen. Hier haben wir ein großes Risiko, dass es zum Caking kommt«, erklärte Melhorn. Vorteilhafter ist eine absetzende, behinderte Sedimentation. Dabei ist das Sediment zunächst relativ voluminös und sackt erst nach und nach zusammen. »Das lässt sich hinterher gut aufschütteln.«

Zur Beurteilung der Aufschüttelbarkeit einer Suspension haben die Experten des NRF eine möglichst einfache Methode entwickelt:

  1. Stufe: Sediment löst sich nach dreimaligem Drehen um 180 Grad.
  2. Stufe: Sediment löst sich durch normales Schütteln.
  3. Stufe: Sediment löst sich erst durch kräftiges Schütteln.

»Das sind natürlich recht subjektive Parameter. Aber beim Schütteln sollte nicht der Oberarm anfangen zu schmerzen«, beschrieb Melhorn die Methode. Alles, was sich nur durch kräftiges Schütteln auflösen lasse, sei nicht akzeptabel.

Hilfsstoffe für Stabilität und Geschmack

Orale Suspensionen sind wässrige Systeme. Daher müsse neben der physikalischen und chemischen Stabilität auch die mikrobielle Stabilität berücksichtigt werden. »Bei oxidationsempfindlichen Substanzen muss gegebenenfalls zusätzlich ein Antioxidans eingesetzt werden«, erklärte die Apothekerin. Bei sehr lipophilen Wirkstoffen komme außerdem ein Benetzungsmittel hinzu. Darüber hinaus seien Dispergierhilfen oder Verdickungsmittel erforderlich. Selbstverständlich müssten alle Bestandteile bei pädiatrischen Rezepturen für Kinder geeignet sein.

»Ein Punkt, bei dem wir in der Rezeptur immer wieder an unsere Grenzen kommen, ist der Geschmack und dessen Maskierung«, sagte Melhorn. Gerade bei Paracetamol oder Ibuprofen sei es schwierig, den Eigengeschmack des Wirkstoffs zu überdecken. Dennoch hatte die Apothekerin einige Tipps: »Es darf ruhig ordentlich süß sein – das finden Kinder meist gut.« Bei den Aromen riet sie hingegen zur Zurückhaltung. »Halten Sie sich bitte an die jeweilige Höchstkonzentration. Sonst kippt der Geschmack irgendwann und die Suspension schmeckt nur noch bitter.«

Die meisten benötigten Hilfsstoffe sind bereits in fertigen Suspensionsgrundlagen enthalten. Alternativ können Apotheken auf die NRF-Stammzubereitung »Grundlage für Suspensionen zum Einnehmen« (NRF S.52.) zurückgreifen.

Bestandteil Funktion Menge
Glucose-Monohydrat Geschmackskorrigens 11,0 g
Hydroxyethylcellulose 10.000 Verdickungsmittel 0,5 g
Kaliumsorbat Konservierung 0,14 g
Citronensäure Konservierung 0,07 g
Gereinigtes Wasser Vehikel zu 100,0 g
Grundlage für Suspensionen zum Einnehmen DAC/NRF S.52. Quelle: DAC/NRF
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