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Ernährung kurz & knackig
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Ernährung umstellen nach Adipositas-OP

Durch eine bariatrische Operation verändern sich Sättigung, Stoffwechsel und Nährstoffaufnahme dauerhaft. Daher ist eine Anpassung der Ernährungsgewohnheiten essenziell. Ein Überblick.
AutorPTA-Forum
Datum 06.09.2026  14:00 Uhr
Ernährung umstellen nach Adipositas-OP

Bariatrische Operationen wie Schlauchmagen-OP oder Roux-Y-Magenbypass sind effektive Maßnahmen, um das Körpergewicht bei Adipositas zu senken: Operierte können etwa 50 bis 70 Prozent ihres Übergewichts verlieren. Botenstoffe wie Leptin, Ghrelin, Insulin und Inkretine kommen zurück ins Gleichgewicht, und das Gespür für Sättigung kehrt zurück. Auch Adipositas-assoziierte Begleiterkrankungen können sich verbessern.

Gleichwohl ist die sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich, denn der Eingriff birgt Risiken und kann postoperativ zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Die Operation verändert das Leben der Betroffenen zudem nachhaltig und bedeutet unter anderem eine lebenslange Anpassung der Ernährungsgewohnheiten sowie die Supplementation von Mikronährstoffen.

Nach dem Eingriff wird die Kost – begleitet durch Ärzte und Ernährungsfachkräfte – zunächst langsam wieder aufgebaut. Man unterscheidet verschiedene Phasen: Flüssigphase, Pürierphase, Weichkostphase, Übergangsphase und schließlich die Langzeiternährung.

Besonders wichtig nach Adipositaschirurgie:

  • Auf die Proteinzufuhr achten, um einen Muskelabbau zu verhindern: Täglich sollten es mindestens 60 bis 80 Gramm Eiweiß sein, falls erforderlich durch Ergänzung mit Proteinpulver.
  • Regelmäßig die erforderlichen Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, denn die veränderte Anatomie sowie die verminderte Magensäureproduktion erhöhen das Risiko für Vitamin- und Mineralstoffmängel.
  • Essen und Trinken zeitlich trennen.
  • Regelmäßig essen, zum Beispiel drei Hauptmahlzeiten und bei Bedarf zwei bis drei Zwischenmahlzeiten.
  • Kleine Mengen und langsam essen, gut kauen und auf die Sättigung achten.
  • Ausreichend und schluckweise über den Tag verteilt trinken: mindestens 1,5 bis zwei Liter Wasser oder ungesüßte Getränke.

Mini-Wissen

Bereits vor dem Eingriff wird eine spezielle Ernährung empfohlen, die oftmals proteinreich und kohlenhydratarm ist.

Nach der Operation verändern sich die Resorptionsbedingungen im Magen-Darm-Trakt: Eine bestehende Medikation sollte daher angepasst und engmaschig überwacht werden. Die eingesetzten Nahrungsergänzungsmittel sollten nicht retardiert sein.

Unter ärztlicher Begleitung wird ermittelt, welche Nahrungsergänzungen für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten erforderlich sind. Zu den empfohlenen Supplementen nach der OP gehört zum Beispiel ein Multivitamin- und Mineralstoffpräparat mit 200 Prozent der empfohlenen täglichen Zufuhr, verteilt auf zwei Einnahmen pro Tag. Zusätzlich werden oft Calcium, Eisen, Vitamin D und Vitamin B12 ergänzt.

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