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Pflanzenheilkunde
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Holunderblüten – mehr als nur Sirup

Wenn der Schwarze Holunder im Frühsommer seine cremeweißen Blütenschirme öffnet, riecht es nach Kindheit und Kräuterküche. Holunderblüten sind mehr als nur eine aromatische Zutat für Sirup und Gelee: In der traditionellen Pflanzenheilkunde gelten sie als bewährte Begleiter bei den ersten Anzeichen einer Erkältung.
AutorKontaktAndrea Pütz
Datum 30.06.2026  08:00 Uhr

Von Arzneitee bis Sirup

Für einen klassischen Holunderblütentee werden etwa zwei bis drei Teelöffel getrocknete Holunderblüten mit heißem Wasser übergossen und rund zehn Minuten abgedeckt ziehen gelassen. Das Abdecken ist sinnvoll, damit flüchtige Aromakomponenten nicht unnötig entweichen.

Auch in der Küche sind die Blüten vielseitig einsetzbar: Sirup, Gelee, Dressing, Essig und Blütenzucker gehören zu den bekanntesten Zubereitungen. Hollerküchlein sind in Teig getauchte Holunderblütendolden, die in heißem Fett goldgelb ausgebacken und traditionell warm mit Puderzucker serviert werden.

Für die Herstellung des beliebten Holunderblütensirups ist wichtig: Damit der Sirup nicht schimmelt oder gärt, sollten Flaschen und Verschlüsse vorher gründlich sterilisiert, der Sirup heiß eingefüllt und sofort dicht verschlossen werden. Wichtig sind außerdem ein ausreichend hoher Zuckergehalt sowie eine kühle, dunkle Lagerung. Nach dem Öffnen gehört der Sirup in den Kühlschrank und sollte zügig verbraucht werden.

Für die naturheilkundliche Anwendung sollte man jedoch zwischen Genussprodukt und Arzneitee unterscheiden: Holunderblütensirup ist aromatisch, enthält aber meist viel Zucker und ist kein Ersatz für eine gezielte Arzneiteezubereitung.

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