Für einen klassischen Holunderblütentee werden etwa zwei bis drei Teelöffel getrocknete Holunderblüten mit heißem Wasser übergossen und rund zehn Minuten abgedeckt ziehen gelassen. Das Abdecken ist sinnvoll, damit flüchtige Aromakomponenten nicht unnötig entweichen.
Auch in der Küche sind die Blüten vielseitig einsetzbar: Sirup, Gelee, Dressing, Essig und Blütenzucker gehören zu den bekanntesten Zubereitungen. Hollerküchlein sind in Teig getauchte Holunderblütendolden, die in heißem Fett goldgelb ausgebacken und traditionell warm mit Puderzucker serviert werden.
Für die Herstellung des beliebten Holunderblütensirups ist wichtig: Damit der Sirup nicht schimmelt oder gärt, sollten Flaschen und Verschlüsse vorher gründlich sterilisiert, der Sirup heiß eingefüllt und sofort dicht verschlossen werden. Wichtig sind außerdem ein ausreichend hoher Zuckergehalt sowie eine kühle, dunkle Lagerung. Nach dem Öffnen gehört der Sirup in den Kühlschrank und sollte zügig verbraucht werden.
Für die naturheilkundliche Anwendung sollte man jedoch zwischen Genussprodukt und Arzneitee unterscheiden: Holunderblütensirup ist aromatisch, enthält aber meist viel Zucker und ist kein Ersatz für eine gezielte Arzneiteezubereitung.

Sommerlich frisch: Salat mit Erdbeeren, Feta und Holunderblüten-Zitronen-Dressing / © Getty Images/Generiert mit KI
Das Rezept ist leicht, sommerlich und nutzt Holunderblüten direkt als feines Aroma. Beeren liefern Polyphenole und Vitamin C, Nüsse oder Kerne ergänzen ungesättigte Fettsäuren, und der Käse bringt etwas Eiweiß dazu.
Zubereitung für 4 Portionen:
Zunächst 2 bis 3 frisch geerntete Holunderblütendolden vorsichtig ausschütteln. Die Blüten möglichst ohne grobe Stiele abzupfen. Für das Dressing 4 EL mildes Olivenöl oder Rapsöl mit 2 EL Zitronensaft, 1 TL Honig oder Ahornsirup, 1 TL mildem Senf sowie etwas Salz und Pfeffer verrühren. Die Holunderblüten unterrühren und das Dressing etwa 20 Minuten ziehen lassen, damit sich das feine, blumig-zitronige Aroma entfalten kann.
In der Zwischenzeit etwa 150 g Blattsalat, zum Beispiel Pflücksalat, waschen und trocken schleudern. Eine halbe Gurke in feine Scheiben schneiden und 150 g Erdbeeren oder Himbeeren vorbereiten. Den Salat mit Gurke, Beeren und dem Holunderblüten-Dressing locker mischen.
Zum Schluss 100 g Feta oder Ziegenfrischkäse darüber bröseln und mit 2 EL gerösteten Kernen (zum Beispiel Pinienkerne) oder Nüssen (zum Beispiel Walnüsse) der Wahl bestreuen. Wer mag, ergänzt noch etwas frische Minze oder Zitronenmelisse. Guten Appetit!